Wegen Brexit: Stimmung in britischer Baubranche Boden

Viele Firmen wollen Großbritannien und im speziellen London nach einem Brexit verlassen.

Viele Firmen wollen Großbritannien und im speziellen London nach einem Brexit verlassen.

Als "grässliches Umfrageergebnis" bezeichnet ein Ökonom die aktuelle Stimmungslage in der britischen Baubranche. Die Werte sind so schlecht wie seit sieben Jahren nicht mehr, der Bausektor trägt sechs Prozent zum britischen BIP bei.

Die Geschäfte in der britischen Bauindustrie liefen im Juni wegen der Sorge vor einem Brexit so schlecht wie seit sieben Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex fiel um 5,2 auf 46,0 Punkte, wie das Markit-Institut am Montag zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte. Damit liegt das Barometer erstmals seit gut drei Jahren wieder unter der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum signalisiert. Die Manager wurden mehrheitlich vor dem Referendum am 23. Juni befragt, bei dem eine Mehrheit der Briten für einen EU-Abschied stimmte.

"Das ist ein absolut grässliches Umfrageergebnis, das die Sorgen um den Bausektor noch erhöht", sagt Ökonom Howard Archer von Beratungshaus IHS Global Insight. Etliche Investoren halten sich vor allem mit Projekten in London zurück, da sich ausländische Unternehmen ganz oder teilweise aus der Hauptstadt zurückziehen könnten. Andererseits macht der Kursverfall der Landeswährung Pfund die Immobilien für Ausländer günstiger.

Der Bausektor steuert etwa sechs Prozent zum Bruttoinlandsprodukt Großbritanniens bei.

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