Zu teuer: Österreicher ziehen in immer kleinere Wohnungen

Zu teuer: Österreicher ziehen in immer kleinere Wohnungen

Die Immobilien-Plattform ImmobilienScout24 hat 20 Millionen Suchanfragen ausgewertet und kam anschließend zur Schlussfolgerung, dass die Reallöhne mit den Preissteigerungen nicht mehr mithalten können: War die durchschnittliche Mietwohnung 2010 noch 73 Quadratmeter groß, sind es heute 65 Quadratmeter.

Die Österreicher suchen angesichts deutlicher Immobilien-Preissteigerungen in Ballungsgebieten und stagnierender Realeinkommen kleinere Eigentumswohnungen. "Die Trends der letzten Jahre setzen sich fort. Die Realeinkommen konnten mit den Preissteigerungen am Immobilienmarkt nicht mithalten", so Patrick Schenner, Österreich-Geschäftsführer des Immobilienportals ImmobilienScout24.

Wohnbudgets würden in einem Finanzierungsumfeld mit relativ hoher Eigenkapitalquote relativ unverändert bleiben und "die Österreicher müssen sich daher mit weniger zufriedengeben", meinte Schenner am Donnerstag in einer Aussendung. Dies könne sowohl bei der Wohnungsfläche als auch bei den Ausstattungsmerkmalen gesehen werden, bei denen man sich bescheidener zeige.

Das Immobilienportal hat 20 Millionen Suchanfragen auf ImmobilienScout24 und Immobilien.net aus dem Jahr 2015 ausgewertet. Die durchschnittlich gesuchte Mietwohnung hatte 65 Quadratmeter und der angegebene Mietpreis lag bei 850 Euro. Im Jahr 2010 lag der Durchschnitt noch bei 73 Quadratmeter. Die durchschnittlich gesuchte Eigentumswohnung hatte 90 Quadratmeter und kostete 320.000 Euro. Im Jahr 2010 waren noch durchschnittlich 94 Quadratmeter gesucht worden. Die Angaben beziehen sich auf Immobilienanzeigen, nicht auf Kauf- oder Mietabschlüsse.

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