Immobilien-Preis zeichnet Projekte im Gesundheitsbereich aus

Immobilien-Preis zeichnet Projekte im Gesundheitsbereich aus

Mit dem "BAU.GENIAL Preis 2016" werden heuer Vorzeigeprojekte im Pflege- und Gesundheitsbereich ausgezeichnet. Das Thema wird in Zukunft stark an Bedeutung gewinnen.

Bis zum Jahr 2030 wird die Anzahl der 50- bis 80-Jährigen in Österreich von heute 2,9 Millionen auf 3,4 Millionen steigen. Schon heute gibt es hierzulande laut Statistik eine halbe Million hilfs- und pflegebedürftiger Menschen - da sich dieser Wert lediglich auf die Zahl der Pflegegeldbezieher beruft, dürfte die Dunkelziffer deutlich höher sein. Prognosen zeigen, dass es im Jahr 2030 etwa 800.000 pflegebedürftige Personen in Österreich geben wird.

Diese Entwicklung zeigt, dass der Pflege- und Gesundheitsbereich in den kommenden Jahren für Österreichs Wirtschaft und Politik an Bedeutung gewinnen wird - und das hebt auch die Wichtigkeit entsprechender Bauprojekte. Daher verleihen der Österreichische Städtebund, der Österreichische Gemeindebund und der Verein "design for all" den "BAU.GENIAL Preis 2016", der nachhaltiges und barrierefreies Bauen im Gesundheitsbereich auszeichnen soll. "Mit dem BAU.GENIAL Preis suchen wir österreichweit Referenzprojekte im Bereich des Gesundheitswesens, die architektonisch und energetisch beeindrucken und hervorragende Raumqualität bieten“, sagt Andreas Bauer, Vize-Präsident von BAU.GENIAL: „Moderne Gesundheits- und Pflegearchitektur zielt zunehmend darauf ab, Räume zu gestalten, die das Wohlbefinden fördern und die Genesung unterstützen.“

Die Einreichkriterien

  • Gesucht werden Projekte aus Gesundheit & Pflege, die ab dem Jahr 2012 in Holz- oder Holzmischbauweise umgesetzt worden sind.
  • Gebäude wie Gesundheitseinrichtungen (Spitäler, Geriatriezentren, Hospize, Palliativmedizin...) und Pflegeeinrichtungen (Tageszentren, Pflegeheime, Seniorenwohnhäuser...) sowie betreutes Wohnen und Sozialeinrichtungen aller Art für Kleinkinder bis hin zur Seniorenbetreuung und Jugendheime
  • Miteinbezogen werden ergänzende Einrichtungen (z.B. Zubauten für das Personal) sowie Einrichtungen mit Nutzungsdurchmischungen (z.B. generationenübergreifende Einrichtungen)
  • Die Einreichung erfolgt online auf www.baugenial.at
  • Die Einreichfrist endet am 15. Juni 2016
  • Einreichen können Bauherren, Architekten, befugte Planer und ausführende Unternehmen (gemeinsam).
  • Beurteilt werden Architektur, fachgerechter Holzeinsatz, benutzerorientierte Funktionalität, konstruktive Lösungen und Nachhaltigkeit.
  • Die Fachjury besteht aus Repräsentanten von Universitäten, Planungsbüros, Sozialinstitutionen und NGOs, der Architekturkritik sowie dem verarbeitenden Gewerbe.
  • Die Jurysitzung findet Anfang September 2016 statt
  • Die Preisverleihung findet im 10. November 2016 statt

Die Trends bei modernen Pflegeeinrichtungen

Im internationalen Trend ist eine "Humanisierung der Gesundheitsversorgung" spürbar - damit ist die Fokussierung auf Nutzerbedürfnisse vom Beginn der Planung an gemeint. Bauherren, Betreiber und Architekten erarbeiten gemeinsam die Anforderungen an eine zukünftige Gesundheitseinrichtung.

Gesundheits- und Pflegereinrichtungen müssen vielfältige Anforderungen erfüllen. Architektur in Design und Form kann einen wesentlichen Beitrag leisten, indem sie für eine angenehme und sichere Atmosphäre sorgt. Neben der Orientierung an den Patientenbedürfnissen sind eine helle, flexible Raumgestaltung und niedrige Lebenszykluskosten die gängigen Anforderungen an ein modernes und energieeffizientes Gebäude im Gesundheits- und Pflegebereich.

Bauen für alle Generationen

Immer öfter werden Pflegeeinrichtungen außerdem für generationenübergreifende Zwecke gebaut. Eine unkomplizierte und übersichtliche Erreichbarkeit der verschiedenen Zonen ist für alle Beteiligten – Personal, Patienten oder Angehörige – wesentlich und vom Alter oder der persönlichen Einschränkung unabhängig.

Verschiedene Denkschulen prägen die Gesundheits- und Pflegearchitektur in Österreich. Wurden Krankenhäuser entweder als Pavillons oder als Zentralhäuser gebaut, so findet man in der modernen Gesundheits- und Pflegearchitektur immer häufiger die Kombination aus pavillonähnlichen Elementen und Zentralhäusern. Eine modulare Gesamtkonzeption sowie kurze Wege und die Fokussierung auf Zentren verbinden die Vorteile beider Gebäudearten.

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