Sorgen der Hotel-Investoren: Brexit schlimmer als Airbnb

Vielfach wird vermutet, dass disruptive Konzepte wie Airbnb den Hotel-Investoren das Leben schwer machen. Doch diese haben ganz andere Sorgen: Zum Beispiel die Gefahr eines Brexits.

Sorgen der Hotel-Investoren: Brexit schlimmer als Airbnb

Der Deal um das Hotel Imperial in Wien hat den österreichischen Markt beflügelt.

Was raubt Hotel-Investoren nachts den Schlaf? Der Immobiliendienstleister CBRE hat Antworten auf diese und andere Fragen im Rahmen einer Stimmungsumfrage am 19. International Hotel Investment Forum (IHIF) in Berlin gesucht. Ergebnis: Vermeintliche "disruptive " Konzepte - wie etwa die Shareconomy-Plattform Airbnb - werden von kaum einem Befragten als Gefahr wahrgenommen. Auch eine höhere Inflation oder eine unerwartet schnelle Erhöhung der Leitzinsen sind für die Investoren kein Thema. Viel mehr Kopfzerbrechen bereitet ihnen die globale wirtschaftliche Instabilität allgemein, sowie ganz besonders die Gefahr eines Brexits.

„Viele Investoren nehmen einen möglichen Brexit und generelle wirtschaftliche wie politische Instabilität als größte Gefahr bei Investitionen in Hotels wahr“, sagt Olivia Kaussen, Head of Hotels Germany bei CBRE. Entsprechend gilt nun der deutsche Hotelmarkt, auch im Vergleich mit Großbritannien, als besonders attraktiv: Großbritannien, dessen Hotelinvestitionsmarkt 2015 mit rund 9,3 Milliarden Euro noch ungefähr doppelt so groß war wie der deutsche Markt mit rund 4,4 Milliarden Euro, wurde nur mehr von 50 Prozent der Befragten als sehr attraktiver Markt bezeichnet, wogegen bereits 58 Prozent Deutschland nannten.

Hotels sind auch in Österreich gefragt

Und nicht nur in Deutschland sind Hotels gefragt: In Österreich waren Hotels im ersten Quartal 2016 die stärkste Assetklasse, auf die 55 Prozent der Investments fielen. Geprägt wurde dies vor allem durch zwei große Deals: Der Verkauf der Hotels Hilton am Stadtpark an Krause & Kollitsch, sowie der Kauf des Hotels Imperial durch die Al Habtoor Group. Allerdings dürfte sich die Entwicklung im laufenden Jahr fortsetzen, sagt Georg Fichtinger, Head of Investment Properties bei CBRE Österreich: Es sind noch einige große Hotel Deals in der Pipeline, die bis zum Jahresende 2016 abgeschlossen werden könnten.“

Andreas Wimmer, Vorstand C-Quadrat

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