Heuer keine Erhöhung der Mietrichtwerte: ÖVI läuft Sturm

Heuer keine Erhöhung der Mietrichtwerte: ÖVI läuft Sturm

Der Ministerrat hat beschlossen, die Erhöhung der Mietrechtwerte heuer auszusetzen - der Österreichische Verband der Immobilienwirtschaft (ÖVI) läuft dagegen Sturm: Langfristig schadet dies dem heimischen Immobilenbestand, heißt es.

Der Österreichische Verband der Immobilienwirtschaft (ÖVI) lehnt die vom Ministerrat beschlossene Aussetzung der - an sich Anfang April fällig gewesenen - Erhöhung der Mietrichtwerte ab. Der ÖVI fordert die Parlamentarier auf, diesen Gesetzesvorschlag nicht einfach "abzunicken".

Sollte diese Maßnahme dennoch umgesetzt werden, sei dies langfristig negativ für den heimischen Immobilienbestand - der Erhaltungszustand der Häuser werde sich deutlich verschlechtern, warnt der ÖVI in einer Aussendung. Mit einer gesetzlich verordneten Zwangspause bei der Wertsicherung der Richtwertmieten würden Investitionen in Immobilien weiter hintangestellt.

"Sehr zufrieden" über das Aussetzen der Valorisierung der Richtwertmieten im Altbaubereich zeigte sich dagegen die Vorsitzende des parlamentarischen Bautenausschusses, SPÖ-Bautensprecherin Ruth Becher. Damit werde eine wichtige mietpreisdämpfende Maßnahme gesetzt, die die finanzielle Situation der Mieter verbessere. Die Regierungsvorlage soll diesen Mittwoch dem Bautenausschuss zugewiesen werden.

Für den ÖGB begrüßte der Leitende Sekretär Bernhard Achitz die Verschiebung der Richtwertanpassung. Für die arbeitenden Menschen müsse das Leben leistbar bleiben, das beginne auch bei den Mieten. Der Aufschub um ein Jahr bringt 300.000 Haushalten im Schnitt je 150 Euro im Jahr, in Summe 45 Mio. Euro.

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