XXXLutz: "Den Deutschen Lockdown übernehmen"

XXXLutz-Sprecher und Marketing-Chef Thomas Saliger plädiert dafür, den Deutschen November-Lockdown auch in Österreich zu übernehmen: "Das wäre sicher gut für die gesamte Wirtschaft."

XXX-Lutz Sprecher Thomas Saliger (li)

XXXLutz-Sprecher und Marketing-Chef Thomas Saliger

Im Handel geht wieder die Sorge vor einem neuerlichen Lockdown um. Die Schließwochen im Frühling haben Milliarden verbrannt. Der Thomas Saliger, Marketing-Chef und Sprecher des Möbelhändlers XXXLutz, warnt davor, wieder alles dicht zu machen, kann sich aber ein Modell wie in Deutschland vorstellen, bei dem der Handel offen bleibt.

Aus Saligers könne man das Deutsche Modell "1:1 für Österreich übernehmen. Die deutsche Lösung wäre sicher gut für die gesamte Wirtschaft", betont er. Selbst wenn auch sein eigenes Haus von den Maßnahmen betroffen wäre - zumindest im Restaurant-Bereich, wo die Umsätze deutlich unter dem Vorjahr liegen. "Die Leute sind verhaltener", räumt Saliger ein.

Heim-Vorteil im Möbelgeschäft

Das Kerngeschäft mit den Möbeln brummt hingegen seit der Wiedereröffnung der Filialen im Mai. Der Geschäftsentgang während des Lockdowns wurde locker wieder aufgeholt. "Das eigene Zuhause gewinnt an Wert. Wir glauben, dass wir langfristig zu den Gewinnern zählen", sagt Saliger. Wenig überraschend - der Trend, das Zuhause "aufzumöbeln" und zu verschönern ist im Corona-Jahr in vielen Bereichen bemerkbar.

Mehrere neue Beteiligungen erhöhen den Umsatz 2020 zusätzlich auf etwa 10 Milliarden Euro. Das Unternehmen mit Stammsitz in Wels ist damit nach eigenen Angaben weltweit der zweitgrößte Möbelhändler nach Ikea.

Konsequenter Wachstumskurs

XXXLutz verfolgt seit lämngerem eine konsequente Wachstums-Strategie. Erst kürzlich wurde in Frankreich gemeinsam mit einem US-Investor die Möbel- und Elektrohandelskette Conforama übernommen, zuvor im Jahr 2019 sechs Schweizer Interio-Standorte sowie 23 Einrichtungshäuser der Pfister-Gruppe, 50% der deutschen Möbelkette Roller sowie die Kika-Filialen in Osteuropa. 2018 kaufte XXXLutz Anteile der deutschen Kette Poco.

Auch in Österreich will der Möbelriese weiter wachsen. In Zurndorf im Burgenland wurde ein neues Zentrallager um 72 Millionen Euro errichtet. Zudem wurde in den Online-Auftritt und die Logistik investiert. In Summe hat die Kette dafür heuer 200 Millionen Euro in die Hand genommen.

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