Spar-Chef Drexel: Mehr Qualität durch Eigenmarken

Spar Vorstand Gerhard Drexel mit Bio-Bananen. Natur pur ist im Lebensmittel-Segment eine der wichtigsten Eigenmarken des Konzerns.

Spar Vorstand Gerhard Drexel mit Bio-Bananen. Natur pur ist im Lebensmittel-Segment eine der wichtigsten Eigenmarken des Konzerns.

Spar-Vorstand Gerhard Drexel sieht den Lebensmittelhandel in sozialer und ökologischer Verantwortung und will auch künftig Eigenmarken forcieren, um Qualitätsstandards diktieren zu können.

Vorstand Gerhard Drexel sieht den Lebensmittelkonzern Spar in "sozialer Verantwortung gegenüber den Anforderungen der Gesellschaft" sowie als "Anwalt der Konsumenten und Korrektiv bei besorgniserregenden Entwicklungen."

Den Lieferanten und Herstellern legt Drexel die Latte hoch und setzt den Markenartikel-Lieferanten auch aus Qualitätsgründen Eigenmarken vor die Nase. "Bei Markenartikeln kann man nur anregen, bei Eigenmarken per Brief anordnen", erklärt Drexel - etwa eine Glyphosat-freie Produktion in der Landwirtschaft. Der Spar-Chef dazu: "Wir lieben die kleinstrukturierten Landwirtschaften aber es gibt auch größere Betriebe, die nicht auf ihr Glyphosat verzichten wollen. Das kann nicht die Zukunft sein. Alle unsere Eigenmarken werden glyphosatfrei hergestellt."

Drexel sieht auch daher auch keine Grenze bei der Einführung weiterer Eigenmarkenartikel. Etwa 5.000 stehen bereits in den Regalen der Spar-Märkte, der Umsatz-Anteil der Eigenmarken lag im Vorjahr bereits bei rund 41 Prozent des Gesamtumsatzes von über 13 Milliarden Euro. Spar liegt damit deutlich über dem Branchenschnitt von 20 Prozent. "Je besser wir sind, desto höher steigt der Umsatz". Die mit der weiteren Forcierung der Eigenmarken verbundenen Herausforderungen sieht Drexel als "wundeschöne Aufgabe, viel schöner als Coca Cola einzukaufen und ins Regal zu stellen."

Im Duell mit REWE

2018 konnte Spar seinen Marktanteil am österreichischen Lebensmittelmarkt auf 31,9 Prozent ausweiten, Konkurrent und Branchenführer REWE hielt bei einem Anteil von 34,1 Prozent. Die aktuelle Umsatzentwicklung wollte Drexel nicht beziffern, er sieht Spar aber als "Wachstumsführer in allen Supermärkten und Hypermärkten".

Drexel wehrte sich zudem gegen die Kritik an einer verschwenderischen Lieferkette im Handel. "42 Prozent der Lebensmittelabfälle werden im Privathaushalt weggeworfen. Nur fünf Prozent der Lebensmittelabfälle kommen vom Handel. Wir und unsere Mitbewerber haben für jede Verkaufsstelle eine zugewiesene Sozialeinrichtung, um noch genießbare Produkte abzuholen", betont er. Wesentliche Trends in der Bioproduktion gingen laut Drexel stets vom Handel und nicht der Lebensmittelindustrie aus.

Kritik übte Drexel außerdem am Freihandelsabkommen Mercosur. Die Politik betreibe in Umwelt- und Gesundheitsfragen "nur Symbolpolitik": "Mercosur ist ein Angriff auf das Weltklima. Wir müssen aufpassen, dass eine entfesselte Ökonomie zu keinem ökologischen Desaster führt."

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