Black Friday: Die besten Tipps um Shopping-Fallen zu vermeiden

Rabattschlacht im Handel: Am Black Friday wird mit hohen Preisnachlässen geworben.

Rabattschlacht im Handel: Am Black Friday wird mit hohen Preisnachlässen geworben.

Gerade zum sogenannten Cyber-Weekend vom Black Friday am 29. November bis zum Cyber Monday am 2. Dezember wirbt der Handel mit hohen Preisnachlässen. Worauf Sie achten sollten, damit vermeintliche Sonderangeboten nicht zur kostspieligen Einkäufen werden.

Die Cyber-Rabattschlacht rund um den Black Friday bis zum Cyber Monday ist gestartet. Am Wochenende nach dem amerikanischen Thanksgiving-Fest wird im Handel geschleudert, was das Zeug hält. Während der Black Friday in den USA erfunden wurde, um am Tag nach Thanksgiving die Menschen in die sonst leeren Geschäfte zu lotsen, findet die Rabattschlacht in Europa vornehmlich online statt. Am so genannten Cyber-Wochenende von Freitag, den 29. November bis Montag, den 2. Dezemeber, sind in vielen Online-Shops Rabatte von 30 bis 50 Prozent keine Seltenheit, mitunter wird auch mit Preisnachlässen von 70 Prozent geworben.

Mittlerweile gibt es Aktionen in nahezu allen Online-Shops. Rabatte winken in den Shops einzelner Marken oder Hersteller ebenso wie in Online-Handelsplattformen wie Amazon. Aggregatoren wie blackfridaysale.at haben sich darauf spezialisiert, das Web nach Angeboten zu durchsuchen und aufzulisten.

Achtung Scheinangebote
In manchen Fällen handelt es sich bei den Angeboten jedoch um nur um Scheinangebote, denn bei den Stattpreisen, mit denen die Black-Friday-Aktionen in der Regel ausgezeichnet sind, handelt es sich in der Regel um die von den Herstellern angegebenen unverbindlichen Verkaufspreisen (UVP), die im Handel praktisch nie erzielt werden.

Abverkaufs- und Restposten oder Modelle aus der Vorsaison
Wie immer beim Einkaufen und besonders beim Online-Shopping gilt es dabei, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich nicht zu überhasteten Einkäufen hinreißen zu lassen. Denn so günstig die Sonderangebote vielleicht auch wirklich sind - es handelt sich dabei um streng kalkulierte Marketing-Aktionen, bei denen die Anbieter immer noch verdienen. In der Regel bekommen Sie Abverkaufsposten, Restposten oder Modelle aus Vorsaisonen. Das gilt auch für Technikprodukte. Hier sollten Sie vor allem bei Geräten, die für eine längerfristige Verwendung gedacht sind, die Ausstattungen und die Funktionen genau vergleichen.

Gegenbewegung "Kauf-nix-Tag"
Wenn Sie nicht zu denen gehören, die immer dem letzten Schrei nachjagen, dann finden Sie am Cyber-Wochenende vermutlich ziemlich sicher das eine oder andere interessante Angebot. Andernfalls können Sie sich freuen, 100 Prozent gespart zu haben. Verschiedene Organisationen wie "Nachhaltig in Graz" oder "Utopia" rufen etwa am Freitag den 29. November zum "Kauf-nix-Tag", eine Antwort auf den aus den USA importierten Black Friday. Das NGO Greenpeace rät vom unbedachten Überkonsum schnelllebiger Produkte ab. Das steigere das nachhaltige Glücksempfinden, schone die Geldbörse und komme der Umwelt zugute.

Kaufrausch oder nicht - in der Folge finden Sie Ratschläge, die es sich auf jeden Fall zu beherzigen lohnt.


Tipps für das Black-Friday-Shopping

1: Produktliste anfertigen

Das Cyber-Wochenende ist eine Gelegenheit, um Weihnachtseinkäufe günstig zu erledigen. Dabei hilft es ungemein, wenn man vorab einen Wunschzettel mit möglichen Alternativprodukten anlegt. Wer sich auf bestimmte Produkte versteift, kann enttäuscht werden.

2: Marktübliche Preise eruieren

Auch wenn ein Angebot noch so günstig erscheint, lohnt es sich, den aktuellen Richtpreis herauszufinden. Dabei helfen Preissuchmaschinen und Portale wie geizhals.at. Geizhals.at hat den Black Friday daher auch zum "Check Friday" ernannt - den Tag, an dem man Preise ganz bewusst kontrollieren sollte. Sie können auch einfach den jeweiligen Produktnamen kombiniert mit dem Wort "Preis" in eine Suchmaschine eingeben. Nur nur wer die marktüblichen Preise kennt, kann auch die reale Ersparnis einschätzen.

3: Wahl des Händlers

Im Netz besteht - viel öfter als im Ladengeschäft - auch die Gefahr, auf einen unseriösen Händler zu stoßen. Wenn Sie auf einen Händler stoßen, den Sie nicht kennen, sollten Sie sich über diesen informieren. Den Namen des Händlers kombiniert mit dem Stichwort "Erfahrungen" in eine Suchmaschine einzugeben reicht meistens für eine Erstinformation. Weitere Informationen bieten Bewertungsprofile in Foren oder Facebook-Kommentare.

4: Achtung vor Phishing-Angriffen

Online-Shopper sollten vor Phishing-Angriffen auf der Hut sein. Gerade rund um das Cyber-Weekend sind besonders viele Phishing-Mails im Umlauf. Keinesfalls sollte man dem Aufruf in einem E-Mail folgen, eine Kreditkarten-Nummer oder ein Passwort bekannt zu geben.

5: Achten Sie auf Ihre Daten

Manche Portale verdienen Geld, indem sie personenbezogene Daten sammeln und diese weiterverkaufen. Konsumenten, die das nicht wollen, sollten deren Onlineshops meiden. Hinweise dazu findet man in den allgemeinen Geschäftsbedingungen der jeweiligen Plattformen, allerdings sind diese oft gut versteckt. Sollten Sie Bedenken haben, dann lassen Sie besser die Finger davon. Mit Sicherheit finden Sie das gleiche oder ein ähnliches Angebot bei einem anderen Händler zum nahezu gleichen Preis.

6: Nutzen Sie Kreditkarten oder Bezahl-Dienste

Überweisungen können, wenn sie bereits erfolgt sind, kaum mehr rückgängig gemacht werden. Deshalb sind Zahlung per Rechnung, Lastschrift, Kreditkarte oder dem Bezahl-Dienst PayPal definitiv sicherer und zu empfehlen. Wenn eine Ware nicht ankommt oder nicht entspricht, kann der Verbraucher sein Geld zurückholen. Bei einer Lastschrift kann der Abbuchung innerhalb von acht Wochen ohne Angabe von Gründen widersprochen werden. Auch bei der Zahlung per Kreditkarte hat man grundsätzlich die Möglichkeit, Beträge zurückbuchen zu lassen.

7: Passen Sie auf die Verbindung auf

Einkaufen sollten Sie grundsätzlich nur in Shops, die gesicherte, verschlüsselte Verbindungen anbieten. Diese erkennen Sie an einem kleinen Vorhängeschloss, das in Ihrem Web-Browser in der Adresszeile des Shops angezeigt wird. Wenn Sie Ihre Einkäufe unterwegs erledigen, ist es sicherer, diese über das Netz Ihres Mobilfunkbetreibers abzuwickeln. Wenn Sie ein öffentliches WLAN nutzen, dann sollten Sie sich vergewissern, dass dieses auch sicher ist. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Ihre Daten abgefangen oder Sie selbst gehackt werden.

8: Vorsicht bei Bestellungen aus dem EU-Ausland

Vorsicht bei Einkäufen außerhalb der EU: Vermeintlichen Sonderangebote können teuer werden, denn hier können versteckte Kosten wie Wechselkurse, Transport- und Zollgebühren anfallen. Kalkulieren Sie auf jeden Fall den Gesamtpreis, ehe Sie den Einkauf abschließen. Einzelne US-Webshops bieten auch den Versand von einer EU-Adresse aus an.

XXXLutz Unternehmenssprecher Thomas Saliger

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