Raus aus Plastik: Quote für Mehrwegflaschen im Handel kommt

Ab dem Jahr 2024 soll im Lebensmittelhandel eine verpflichtende Mehrwegflaschen-Quote gelten. Etliche Einweg-Plastikprodukte werden bereits ab Juli 2021 verboten.

Raus aus Plastik: Quote für Mehrwegflaschen im Handel kommt

Umweltministerin Leonore Gewessler sagt den Plastikflaschen den Kampf an. Mit dem in Begutachtung geschickten Entwurf für eine Novelle des Abfallwirtschaftsgesetzes (AWG), der mit 1. Jänner 2024 in Kraft treten soll, will sie eine verpflichtende Quote von Mehrwegflaschen im Lebensmittelhandel festlegen. 60 Prozent der Bier-und Biermischgetränke-Flaschen sowie 20 Prozent der Mineralwasserflaschen sollen ab diesem Zeitpunkt wiederbefüllbar sein. Bei Milch, Säften und anderen alkoholfreien Getränke werden zehn Prozent vorgeschrieben.

In Österreich gab es bis 1990 ein verpflichtendes Angebot von Mehrwegflaschen, der Anteil an wiederverwertbaren Flaschen lag damals bei rund 80 Prozent. Seit der Aufhebung ist die Quote auf 19 Prozent gefallen. Mit der Novelle soll dem gegengesteuert werden. "Wir kehren zurück zu einem gut funktionierenden System eines verbindlichen Mehrweg-Angebots in unseren Supermärkten", erklärte Gewessler.

Weitere Maßnahmen

Auch ein Einwegpfandsystem soll eingeführt werden. Hier laufen derzeit einige Projekte, aus denen dann "das beste System für Österreich" entwickelt werden soll. Da dieses System per Verordnung in Kraft treten kann, ist dafür keine genaue Beschreibung notwendig.

Der AWG-Entwurf sieht noch weitere Maßnahmen zur Vermeidung der Vermüllung der Natur vor. So sollen Einwegplastikprodukte wie Wegwerfbesteck, Plastikstrohhalme oder Einwegplastikbecher aus Polystryrol bereits ab Juli 2021 verboten werden. Zudem wird der Transport von Müll ab einem Gewicht von drei Tonnen schrittweise auf die Bahn verlagert und der Import von vermischtem Industriemüll aus anderen Ländern untersagt.

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