Online-Handel hebt in Österreich ab - Amazon bleibt Branchenprimus

Online-Handel hebt in Österreich ab - Amazon bleibt Branchenprimus

Im vergangenen Jahr haben die Umsätze der 100 größten Online-Shops in Österreich um knapp zehn Prozent zugelegt - damit ist der E-Commerce dem Rest des Marktes einen Schritt voraus. Der US-Konzern Amazon hat die Nase vorn, gefolgt von Zalando und Universal.

Die Österreicher shoppen immer mehr bequem von zu Hause aus: 2015 stiegen die Online-Umsätze der 100 größten Internetshops im Vergleich zum Vorjahr um 9,9 Prozent auf 2 Mrd. Euro, geht aus einer EHI-Studie hervor. Die Nase vorne hat hierzulande der Versandriese Amazon.at. Beim Branchenprimus kauften die Österreicher 2015 um 551,6 Mio. Euro ein.

"Der E-Commerce in Österreich ist mit rund 10 Prozent Wachstum dem Rest des Marktes einen Schritt voraus", kommentiert der Geschäftsführer des Handelsverbandes, Rainer Will. "Die zehn umsatzstärksten Webshops 2014 konnten sich alle auch 2015 in den Top-10 halten."

Zalando ist stärker als Universal

Beim Online-Modehändler Zalando.at gingen Waren im Wert von 150,8 Mio. Euro über den digitalen Ladentisch, bei Universal.at waren es 117,2 Mio. Euro. Tchibo.at spülten die heimischen Internet-Geschäfte etwa 50 Mio. Euro in die Kassen, gefolgt vom Computerhändler e-tec, wo 49,5 Mio. Euro umgesetzt wurden.

In Deutschland verbuchten die Top-100-Onlinehändler 2015 einen Umsatz von 24,4 Mrd. Euro. Das entspricht einem Plus von gut 13 Prozent im Vergleich zu 2014 - da lagen die Online-Umsätze bei 21,6 Mrd. Euro. Den Löwenanteil teilen sich hier die Top-3 mit Amazon.de (7,8 Mrd. Euro), Otto.de (2,3 Mrd. Euro) und Zalando.de (1,0 Mrd. Euro). Unter den hundert größten Online-Shops landeten hier im Vorjahr erstmals auch zwei Geschäfte mit Lebensmittel-Fokus.

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