Greenpeace-Test in Outdoor-Shops: Giftige Chemikalien in der Luft

Greenpeace-Test in Outdoor-Shops: Giftige Chemikalien in der Luft

In Geschäften für Outdoor-Bekleidung und -Ausrüstung finden sich häufig gefährliche Stoffe in der Raumluft. Die Konzentration von polyfluorierten Chemikalien (PFC) ist dort laut einer Greenpeace-Untersuchung etwa 1.000-mal höher als in der Außenluft.

Polyfluorierte Chemikalien dünsten aus Outdoor-Textilien aus. Sie können durch die Atemluft in den menschlichen Organismus gelangen und dort Schaden anrichten, informierte Greenpeace Österreich in einer Aussendung. Die PFC-Art 8:2-Fluortelomeralkohol kann sich demnach beispielsweise in die gefährliche, krebserregende Perfluoroctansäure (PFOA) umwandeln und nach Aufnahme jahrelang im menschlichen Körper nachgewiesen werden.

PFC sind chemische Verbindungen, die in der Natur nicht existieren. Sie weisen Wasser und Schmutz von Outdoor-Kleidung ab und werden auch bei der Herstellung von innenliegenden wasserdichten Membranen verwendet. Greenpeace führte Messungen in Geschäften verschiedener Marken in Deutschland, der Schweiz, Italien, Schweden, Norwegen und Taiwan durch. Die PFC-Konzentrationen lagen bis zu 60-fach höher als in der durchschnittlichen Raumluft von Büroräumen und etwa 1.000-fach höher als in der Außenluft.

"Bereits bekannt ist, dass bestimmte PFC das Immunsystem und den Hormonhaushalt schädigen können. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Outdoor-Geschäften sind diesen gefährlichen Chemikalien täglich ausgesetzt", erläuterte Herwig Schuster, Programmdirektor bei Greenpeace in Österreich. Die Hersteller von Outdoor-Artikeln wurden aufgefordert, "ihre Produktion zu entgiften" und "Risiko-Chemikalien durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen", wie das einige Marken bereits angekündigt hätten.

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