Energiepreise im Jänner auf 6-Jahrestief: 5,7% unter Vorjahr

Energiepreise im Jänner auf 6-Jahrestief: 5,7% unter Vorjahr

Ölprodukte sind weiterhin die stärksten Preisdämpfer. Der Sprit ist so billig wie im Jahr 2009. Heizöl ist 21 Prozent billiger als vor einem Jahr, Diesel kostet um 13 Prozent weniger als noch vor Jahresfrist. Der Strompreis ist gestiegen aufgrund der Erhöhung von Grundgebühren und Nachttarifen.

Wien (APA) - Die Preise für Haushaltsenergie sind im Jänner auf den niedrigsten Wert seit sechs Jahren gesunken. Im Jahresabstand wurde Haushaltsenergie um 5,7 Prozent billiger, gegenüber dem Vormonat Dezember um 2,3 Prozent. Dies geht aus dem Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur hervor. Erneut erwiesen sich Mineralölprodukte als stärkster Preisdämpfer: Sprit war zuletzt 2009 so günstig.

Ohne energierelevante Positionen wäre der allgemeine Verbraucherpreisindex (VPI) im Jänner im Jahresabstand 1,8 Prozent höher gewesen, so legte er zum Vorjahr um 1,2 Prozent zu, der höchste Wert seit Juli. Gegenüber Dezember ging der VPI 0,9 Prozent zurück.


Die Spritpreise lagen im Jänner um 9,8 Prozent unter dem Niveau von Anfang 2015. Dabei verringerte sich der Preis für Superbenzin binnen Jahresfrist um 5,2 Prozent, Diesel wurde sogar um 12,7 Prozent billiger. Damit war Dieselkraftstoff so günstig wie zuletzt im Mai 2009 - also vor mehr als sechseinhalb Jahren -, und Superbenzin kostete so wenig wie zuletzt im Oktober 2009.

Heizöl verbilligte sich im Jahresabstand um 21,2 Prozent, Gas wurde 0,8 Prozent billiger, Fernwärme um 0,9 Prozent. Der Strompreis stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozent. Bei festen Brennstoffen, die insgesamt im Jahresabstand um 1,8 Prozent kostspieliger wurden, verteuerte sich Brennholz um 2,7 Prozent, während Holzpellets und Holzbriketts um 3,3 bzw. 2,3 Prozent billiger wurden.

Im Monatsvergleich verbilligte sich die Treibstoffe insgesamt um 5,2 Prozent, dabei Superbenzin um 3,6 und Diesel um 6,2 Prozent. Heizöl wurde um 10,3 Prozent günstiger. Gas dagegen verteuerte sich binnen Monatsfrist um 1,4 Prozent, wofür eine Verteuerung der Grundgebühr (+10,3 Prozent) und des Arbeitspreises (+0,8 Prozent) ausschlaggebend waren. Fernwärme wurde von Dezember auf Jänner um 0,1 Prozent günstiger. Feste Brennstoffe insgesamt verteuerten sich binnen Monatsfrist um 1,6 Prozent; dabei wurden alle Brennstoffe teurer, angeführt von Holzpellets (+1,7 Prozent), Brennholz (+1,6 Prozent) und Holzbriketts (+1,4 Prozent). Strom verteuerte sich gegenüber dem Vormonat um 2,0 Prozent - wegen Preiserhöhungen bei Grundgebühren und Nacht-Arbeitspreisen.

Mit Jänner wurde auch eine Umstellung von EPI und VPI wirksam: Beide Indizes werden nun mit dem Basisjahr 2015=100 berechnet. Die Umstellung von 2010=100 auf 2015=100 erfolgte mit dem Jahreswechsel 2015/16. Der dem VPI zugrunde liegende Warenkorb wird in Fünf-Jahres-Schritten von der Statistik Austria angepasst, um das aktuelle Konsumverhalten der privaten Haushalte abzubilden. Für den EPI wurde damit ab Jänner 2016 eine neue Indexperiode mit dem Basisjahr 2015 berechnet, so die Energieagentur.

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