"Echte Helden": Supermärkte werden Prämien an Mitarbeiter ausschütten

Bei den Verhandlungen zum neuen Handels-Kollektivvertrag gab es keine Einigung auf eine Corona-Prämie für die Mitarbeiter, die auch während des Lockdowns gearbeitet haben. Nun haben sich die großen Supermarktketten zu freiwilligen Prämienzahlungen bekannt.

"Echte Helden": Supermärkte werden Prämien an Mitarbeiter ausschütten

Hamsterkäufe, Masken und Schutzschilder - Corona war für die Handelsangestellten eine große Belastung. Dafür sollen sie mit einer Prämie belohnt werden.

Corona-Prämien für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die auch während des Lockdowns im Frühjahr 2020 ihre Dienste geleistet haben und so einen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Grundversorgung im Land geleistet haben: Bei den am Mittwoch in nur einer Runde abgeschlossenen Handels-Kollektivvertrags-Verhandlungen waren sie der einzige strittige Punkt, um den stundenlang gerungen wurde.

Letztlich wurde die Vereinbarung ohne eine im Kollektivvertrag verankerte Prämie für die 415.000 Handelsangestellten geschlossen. Es wurde zusätzlich zu der Lohnerhöhung von 1,5 Prozent (die damit genau in der Höhe der Inflationsrate liegt) lediglich eine "freiwillige Prämie" fixiert.

Am Tag darauf haben sich die großen Supermarktketten des Landes - Rewe (Billa, Merkur, Penny, Bipa, Adeg), Spar, Hofer und Lidl zu den freiwilligen Einmalzahlungen bekannt. Auch beim Möbelhändler XXXLutz wird über eine Prämie diskutiert.

Höhe der Prämien noch offen

Zur Höhe der Prämien haben sich die Unternehmen noch nicht geäußert. Seitens der Gewerkschaft gibt es die Aufforderung an Betriebe, die es sich leisten können und die in der Corona-Krise Umsatzzuwächse verbuchen konnten, eine Prämie in Höhe von mindestens 150 Euro auszuzahlen. Neben dem Lebensmitteleinzelhandel hatte die Gewerkschaft dabei vie allem an Elektronikketten, Baumärkte und Einrichtungshäuser gedacht.

Bereits im Frühling hatten die Unternehmen Corona-Prämien im Wert von mehreren Millionen Euro an ihre Mitarbeiter ausgezahlt. Spar machte damals insgesamt 3 Mio. Euro locker, bei Rewe war es ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag für rund 40.000 Mitarbeiter.

Zur Höhe der zweiten Prämie hieß es am Donnerstag von Hofer, dass der empfohlene Betrag deutlich erhöht werde, der Zeitpunkt der Auszahlung sowie der genaue Betrag müssten aber noch finalisiert werden. Rewe gab bekannt, einen einstelligen Millionenbetrag für seine rund 40.000 Mitarbeiter bereitstellen zu wollen. Bei Spar wird derzeit ebenfalls noch über "Höhe und Modus" der Prämie beraten.

Sport 2000-Chef Holger Schwarting will dagegen zuerst die Wintersaison abwarten, bevor Prämien an die Beschäftigten ausgeschüttet werden. "Wir stehen vor einer unsicheren Wintersaison. Wenn wir gut durchkommen, werden wir das ganz sicher auch belohnen", sagte Schwarting am Donnerstag bei einem Pressegespräch auf Nachfrage. Mit der KV-Erhöhung von 1,5 Prozent könne man gut leben, so der Branchensprecher. Der Sporthandel zählt zu jenen Branchen, die den Corona-Lockdown relativ gut überstanden haben.

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