Black Friday: Am 24. November 40% günstiger online shoppen

Black Friday: Am 24. November 40% günstiger online shoppen

Am 23. und 24. November ist es wieder soweit: Am Black Friday unterbieten sich Online-Händler wieder 24 Stunden lang bei der Rabattschlacht des Jahres. Welche Plattformen, die beste Übersicht bieten, welche Händler mitmachen und warum der Kampf um die Online-Kunden härter denn je ist .

Dass im Online-Handel viel Geld zu holen ist, merkt man am Kampf um die Kunden am Black Friday: Der Cyber-Schnäppchenjagd des Jahres. Black Friday ist mittlerweile die umsatzstärkste Zeit des Jahres für den Onlinehandel, auch in Österreich. Im Vorjahr hat bereits jeder vierte Österreicher erklärt an diesem Tag und am darauffolgenden Cybermonday auf Online- Schnäppchenjagd gehen zu wollen. Die Shopper sehen sich virtuell vor allem nach Elektronikartikel wie Fernseher, Handys und Tablets um. Ebenso beliebt ist es online Kleidung zu kaufen. Gefolgt von Schuhen, Parfums, Kosmetika und Haushaltsgeräten.

Den Kampf um die Kunden liefern sich jedoch nicht nur die Händler untereinander, sondern gerade die Plattformen, die die Angebote der Händler bündeln. Gab es noch vor ein, zwei Jahren mehrere Plattformen, die Angebote von Online-Händlern auf ihren Plattformen anboten, sind es heute de facto nur noch die beiden großen Player blackfridaysale.at und black-friday.de.

Kampf um Rechte: blackfridaysale gegen black-friday.de

Denn blackfridaysale.de, ein Unternehmen mit Sitz in Wien und einer Niederlassung in München, hat sich die Lizenz am Markennamen „Black Friday“ in Deutschland gesichert. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren erfolgreich gegen Konkurrenten gekämpft und diese durch den Lizenzgeber wegen Markenrechtsverletzungen abmahnen lassen. Lizenzgeber ist die Super Union Holdings Ltd., ein Unternehmen aus Hongkong, das die Marke seit 2013 rechtlich schützen lässt, hierzulande durch das österreichische Unternehmen Black-Friday GmbH vertreten. Das rechtliche Alleinstellungsmerkmal ist blackfridaysale fast gelungen. Nur das Online-Portal black-friday.de gibt es nach wie vor. Dieses existierte bereits davor und wurde 2012 bereits registriert.

Einstweilige Verfügung gegen blackfridaysale

Vor wenigen Tagen hat black-friday.de im Markenstreit mit blackfridaysale sogar eine einstweilige Verfügung gegen die Black Friday GmbH und die Super Union Holding erwirkt. Mit der einstweiligen Verfügung des Landgerichts Düsseldorf wurde den beiden Unternehmen untersagt, zu behaupten, die Verwendung der Bezeichnung „Black Friday“ sei eine Verletzung der Marke „Black Friday“. Ihnen wird auch untersagt, gegenüber teilnehmenden Online-Händlern zu behaupten, Verkaufsangebote würden die Markenrechte von blackfridaysale verletzen. Auch zu behaupten, dass Verlinkungen auf die Webseite von black-friday.de auf andere Webseiten verboten sind, wird durch die einstweilige Verfügung untersagt. Black Friday GmbH Boss Kreid dazu: "Wir haben noch keine Kenntnis dieser einstweiligen Verfügung." Als gültig gilt eine einstweilige Verfügung ab der Zustellung der Gerichtsentscheidung.

Black Friday GmbH kontert seinerseits mit einstweiliger Verfügung - Markenname bleibt exklusiv

Die Black Friday GmbH, exklusive Lizenznehmerin der geschützten Wortmarke "Black Friday", wiederum hat nun vom Landgericht Frankfurt am Main eine einstweilige Verfügung gegen black-friday.de erwirkt. Diese richtet sich gegen die Veröffentlichung einer irreführenden Meldung, in der laut Black Friday suggeriert wird, dass die eingetragenen Markenrechte in Deutschland keinen Bestand haben und jeder, ohne Rücksicht auf die eingetragene Marke, mit dem Begriff werben kann. Dagegen haben wir uns erfolgreich gerichtlich zur Wehr gesetzt und dem Marktteilnehmer untersagen lassen, die irreführende Pressemeldung weiterhin so zu publizieren", so die Black Friday GmbH in einer Mitteilung an seine Partner.

Black-Friday.de: Nicht das Original, aber scheinbar gute Auswahl

Black-friday.de kommt bei den Usern gut an, auch wenn es sich nicht das markenrechtliche Original handelt. Nach eigenen Angaben erzielt das Schnäppchenportal europaweit an diesem Verkaufstag die höchste Reichweite. Das Portal bietet augenscheinlich auch wesentlich mehr Online-Händler unter einem Dach als blackfridaysale.

Dass sich die Onlineseite gegen das markenrechtliche Original gut durchsetzt, liegt wohl daran, dass sie gut gemacht ist. Die Seite ist übersichtlich aufgebaut und vor allem die Auswahl an Online-Firmen, die sich dem Portal für diesen Tag seit dem Jahr 2012 angeschlossen haben, wirkt riesig. Von Apple, Bonita, Comma, Costa Reisen, Crocs, Clarks, Saturn, Depot, Dyson, Ebay, Europcar, Forever21, Hanro, Intersport Hübner, Jack Jones, Nike, Nespresso, Puma, Orsay, Pimkie, 0´Neil, ´Ray Bank, Reebok, S´Oliver, Skiny, Samsung, Stabilo, Tamaris, Tchibo, T-Mobil, Tom Tailer, Under Armour, Urban Outfitters, Guess, Hanro und zahlreiche andere.
Doch wie groß die Auswahl wirklich ist, lässt sich schwer abschätzen. Denn die aufgelisteten Unternehmen sind nur eine Rückschau auf die Kooperationspartner der vergangenen Jahre.

84 Online-Händler auf Blackfridaysale.at bereits vorab ersichtlich

Die Homepage von Blackfridaysale wirkt dagegen wirkt auf den ersten Blick wie der kleine Ableger von black-friday.de. Insgesamt sind auf dem Österreich-Portal für den Black Friday 2017 erst 84 Online-Händler aufgelistet. Nach Angaben der Black Friday GmbH sind auf dem Östererreich-und dem Deutschland-Portal von blackfridaysale aber bereit vorab 274 Online-Händler ersichtlich. Die meisten Kooperationspartner würden aber noch nicht angezeigt, beziehungsweise werden bis dahin noch Vertragsabschlüsse getätigt. Insgesamt sollen laut Angaben des Unternehmens auf den Domains blackfridaysale.at und blackfridaysale.de rund 500 Online-Händler ihre Angebote offerieren. Neben vielen eher unbekannten Firmen finden sich bei den bereits veröffentlichten Kooperationspartnern auch klingende Namen wie Thalia.at, Zalando, Saturn, Samsonite, Marionnaud oder Canon. "Am Black-Friday-Wochenende im Vorjahr haben wir auf unseren Portalen sechs Millionen Zugriffe verzeichnet ", so Blackfridaysale-Geschäftsfrüher Kreid. Wie stark die Zugriffe auf das Portal sind verdeutlicht das Unternehmen gegenüber trend.at auch durch seine Zugehörigkeit zur Muttermarke, der Global Savings Group. Diese vereint rund 50 Portale in Europa und generiert auch durch Partnerschaften mit Medienhäusern zusätzliche Reichweite. Blackfridaysale sammelt die besten Angebote in 18 weiteren Ländern weltweit. Wie groß das Angebot der beiden Kontrahenten ist, bleibt jedoch bis Donnerstag 19 Uhr eine Blackbox.

Umstrittene Angebote am Black-Friday

Um zumindest etwas vom Black-Friday-Kuchen abzubekommen, bieten andere Unternehmen wie sparhamster.at oder preisvergleich.at an, den Konsumenten einen Durchblick im Preis-Dickicht zu verschaffen. Tatsächlich steckt hinter so manchem verlockenden Rabattangebot ein gar nicht so günstig angepriesenes Produkt. Denn der „Black Friday“ ist nicht nur beliebt, sondern auch umstritten. Denn meist basieren die angebotenen Rabatte auf dem Listenpreis. Dieser wird jedoch meist, auch ohne Rabattschlacht, unterboten. Die vermeintliche Ersparnis kann so deutlich geringer ausfallen oder ist mitunter gar nicht vorhanden. Zudem machen sich auch Betrüger den Hype zunutze und locken mit vermeintlich günstigen Angeboten.

Black-Friday-Anbieter im Preisvergleich

Da können diese Preisvergleichsportale ein nützliches Service bieten. „Angebot ist nicht gleich Angebot. 70 Prozent Rabatt von der UVP, der Unverbindlichen Preisempfehlung, können über dem niedrigsten Vergleichspreis liegen", warnt Christoph Prinzinger, Gründer und Chef von sparhamster.at. Auf dem Portal finden User die Black-Friday-Deals aller Anbieter im Preisvergleich.

blackfridaysale kontrolliert die Stichhaltigkeit der Angebote

Doch nicht nur Vergleichsportale prüfen die Stichhaltigkeit der Angebote, auch blackfridaysale selbst. "Ein eigenes Team kontrolliert die Angebote, die hereinkommen", erläutert Kreid. Das Unternehmen verfügt insgesamt über 50 Mitarbeiter. Kreid: "Wir sind damit um ein Vielfaches größer als der Mitbewerber black-friday.de".

Im Schnitt rund 40 Prozent Ersparnis

Doch es gibt sehr wohl viele ehrliche Händler, die an diesem Tag ihre Ware online deutlich billiger anbieten als an anderen Tagen oder im Vergleich zur Konkurrenz. Wer clever kauft, kann so bis zu 90 Prozent sparen. „Im Schnitt sind es jedoch rund 40 Prozent“, so die Betreiber von blackfridaysale.at. Vor allem im Elektrohandel sind solche Nachlässe drinnen. Bei Kleidung sind es im Schnitt rund 20 Prozent.

Los geht´s bereits am Donnerstag den 23. November um 19 Uhr.

Kommentar
Stephanie Ogulin, Geschäftsführerin Social Media Marketing & Customer Experience Design, Ambuzzador

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