VW meldet mögliche Ansprüche für Managerhaftung an

VW meldet mögliche Ansprüche für Managerhaftung an

Der Volkswagen-Konzern geht beim Abgasskandal wegen möglicher Verfehlungen der Manager auf Nummer sicher. Der Autokonzern hat bei Versicherungen angeklopft. Und für die Managerhaftungen Deckungssumme von 500 Millionen Euro beantragt, berichtet das "Handelsblatt".

Düsseldorf. Volkswagen hat einem Bericht des "Handelsblatts" zufolge wegen des Abgasskandals bei seinen Versicherern mögliche Ansprüche für die Managerhaftung angemeldet. Der Autokonzern habe dem Konsortium um die Versicherer Zurich und Allianz mitgeteilt, dass wegen des Abgasskandals möglicherweise gegen Manager finanzielle Forderung erhoben werden müssten, berichtete das "Handelsblatt" am Dienstag.

Die deutsche Tageszeitung beruft sich in dem Bericht auf Konzern-und Branchenkreise. Die Deckungssumme der Versicherung betrage 500 Mio. Euro.

Bis zu diesem Betrag müsste das Versicherungskonsortium für Fehler des Managements geradestehen, berichtete das "Handelsblatt". Ob es letztlich auch Ansprüche geben werde, sei damit nicht sicher, zitierte die Zeitung aus dem Konzern. Einen Kommentar zu dem Bericht lehnten die beteiligten Unternehmen ab.

Volkswagen hatte im September nach Ermittlungen in den USA eingeräumt, bei Umwelttests von Dieselfahrzeugen die Abgaswerte manipuliert zu haben. Die verbotene Software in den Wagen bewirkt, dass bei den Tests ein niedrigerer Schadstoffausstoß gemessen wird, als er im Normalbetrieb entsteht. Wegen des Skandals fuhr der Konzern 2015 den größten Verlust seiner Geschichte ein.

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