Österreichische Bundesforste suchen neue Erlösquellen

Der Gewinn der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) ist im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr gesunken. 30 Millionen Euro werden die ÖBf an die Republik Österreich überweisen - um zwei Millionen Euro weniger als im Jahr 2014. Abseits der Holz- und Forstwirtschaft sollen neue Erlösquellen erschlossen werden.

Österreichische Bundesforste suchen neue Erlösquellen

Holz alleine ist nicht genug: Kleinkraftwerke und Vermietungen sollen die ÖBf-Kassen auffüllen.

Wien/Purkersdorf. Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) haben 2015 etwas weniger Gewinn erzielt als im Jahr davor. An die Republik Österreich werden für das vergangene Jahr fast 30 Mio. Euro ausgeschüttet, nach 32 Mio. Euro für 2014, gab der Vorstand am Dienstag bei der Bilanzpressekonferenz bekannt. Deutlich gestiegen ist im Vorjahr die Schadholzmenge.

Hitzewellen, Windwürfe und Schneebruch führten zu einem Anstieg der Schadholzmenge um 88 Prozent auf einen Anteil von 66 Prozent am gesamten Holzeinschlag. Vor allem der Sturm "Niklas" sowie Schäden infolge von Borkenkäferbefall im Juli und August im Vorjahr hätten hauptsächlich zum Umsatzrückgang geführt.

Im Jahr 2014 belief sich der Anstieg der Schadholzmenge auf nur 35 Prozent. Die dadurch entstandenen Schäden werden mit 7 Mio. Euro beziffert. Mehr als 1 Million Festmeter waren Schadholz. Ingesamt sei erneut die nachhaltige nutzbare Erntemenge von 1,5 Mio. Festmeter eingehalten worden, so der Vorstand. Niedriger als in den Jahren davor war auch der Holzpreis.

Die Betriebsleistung sei dennoch mit 230,2 Mio. Euro, nach 234,6 Mio. Euro, auf hohem Niveau stabil geblieben. Zuwächse gab es dabei vor allem in den Bereichen Immobilien, Dienstleistungen und Erneuerbare Energien, einen Rückgang im Bereich Forst/Holz. Das EBIT der Bundesforste ging auf 24,8 (27,3) Mio. Euro zurück und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) auf 24,5 (30,7) Mio. Euro.

Investiert wurde eine Rekordsumme von fast 25 Mio. Euro, nach 13,8 Mio. Euro im Jahr 2014.

Neue Standbeine

Das Holzgeschäft bleibe das Kerngeschäft. Neben Kleinkraftwerken und Windkraftanlagen sollen durch Immobileinvermietungen neue Erlösquellen erschlossen werden.

Die nicht-forstlichen Geschäftsfelder machten bereits rund 40 Prozent des gesamten Umsatz der ÖBf aus.

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