IV-Chefökonom: Finanz-Renditen bleiben sehr lange niedrig

 IV-Chefökonom: Finanz-Renditen bleiben sehr lange niedrig

Christian Helmenstein, Chefökonom der Industriellenvereinigung (IV)

Die Zinsen werden auf lange Frist niedrig bleiben. Davon geht IV-Chefökonom Helmenstein aus. Er fordert Unternehmen auf, stärker in reale Projekte zu investieren.

Die real erzielbaren Zinsen werden lange sehr niedrig bleiben, nimmt der Chefökonom der Industriellenvereinigung (IV), Christian Helmenstein, an. Der extrem niedrige Eurozone-Leitzins zur Geschäftsbanken-Versorgung ist für ihn nur "Vorbote einer Entwicklung, die uns Jahrzehnte begleiten wird". Auf Sicht von 30 Jahren seien vermutlich nur sehr niedrige Realzinsen auf sichere Anlagen zu lukrieren.

Die neue Ära besteht laut Helmenstein "für den Sparer darin, dass es wahrscheinlich keine nennenswerten Zinsen mehr auf Sparguthaben geben wird, genauso wenig wie es noch Erträge auf sichere Staatsanleihen geben wird", wie der Experte am Freitag im "Morgenjournal" des ORF-Radio sagte. Für Unternehmen bedeute das auf der anderen Seite, "dass für sehr risikoarme Investitionsvorhaben auch sehr wenige Zinsen zu bezahlen sind".

Unternehmen würden "noch viel stärker als in den letzten Jahrzehnten wieder zurückkommen zu einer Situation, wo sie investieren müssen - und zwar in reale Investitionsprojekte - weil auf Finanzinvestitionsprojekte viel geringere Renditen zu erwarten sind", meinte Helmenstein. Das werde dann auch die Wirtschaft ankurbeln und Arbeitsplätze schaffen, ist der Experte überzeugt.

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