EU-Kommissar: Investitionsfonds stärker genutzt als gedacht

EU-Kommissar: Investitionsfonds stärker genutzt als gedacht

Die Nachfrage von Klein- und Mittelbetrieben nach Geldern aus dem Investitionsfonds EFSI ist größer als erwartet. Nun sollen weitere Mittel bewilligt werden.

Brüssel/Luxemburg/EU-weit. Die EU-Kommission zieht nach einem Jahr eine positive Zwischenbilanz ihres milliardenschweren Investitionsfonds zur Ankurbelung der Wirtschaft. "Die Nachfrage von kleineren und mittleren Unternehmen ist viel größer gewesen als erwartet", sagte Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen in einem am Freitag veröffentlichten Reuters-Interview.

Katainen ist in der Brüsseler Behörde federführend für den Investitionsfonds (EFSI), der binnen drei Jahren 315 Mrd. Euro freisetzen soll.

Nach Angaben des früheren finnischen Ministerpräsidenten ist klar, dass im EFSI bis Ende des Jahres wegen der hohen Nachfrage weitere Mittel für mittelständische Firmen bereitgestellt werden müssen. Der Fonds wird durch Garantien in Höhe von 21 Milliarden Euro abgesichert, von denen 16 Milliarden aus dem EU-Haushalt stammen und fünf Milliarden Euro von der Europäischen Investitionsbank (EIB) bereitgestellt werden.

Ursprünglich sollte dadurch so viel privates Kapital angelockt werden, um mit Hilfe eines 15-fachen Hebels die Summe von 315 Mrd. Euro zu erreichen. Nach Angaben Katainens ist dieser Hebel nach einem Jahr aber weitaus größer und liegt bei einem Faktor von rund 23.

Die EIB ist für die Auswahl und Förderung der einzelnen Projekte zuständig. Deren aus Österreich stammender Chef Werner Hoyer zeigt sich optimistisch, dass über die drei Jahre der Faktor 15 erreicht wird. Dem Fonds spiele auch die Niedrigzinspolitik der Notenbanken in die Hände: "Bei den aktuellen Zinssätzen freuen sich viele Investoren mittlerweile über jedes solide Projekt, an dem sie sich beteiligen können", sagte Hoyer.

Private Investoren in Infrastrukturprojekte zeigten ein starkes Interesse an dem Juncker-Fonds, bestätigte deren Verbandschef Andrew Rose: "Die ersten Indikatoren sind ermutigend."

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