Bosch erwartet Großes vom Wirtschaftstandort Österreich

Um ganze sieben Prozent konnte Bosch seinen Österreich-Umsatz im vergangenen Jahr erhöhen. Österreich-Chef Klaus Peter Fouquet möchte dem Standort die Treue halten. Doch der deutsche Konzern erwartet Reformen von Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ).

Bosch erwartet Großes vom Wirtschaftstandort Österreich

„Wir haben große Erwartungen, dass es vorangeht“, erklärte Klaus Peter Fouquet, Chef der Österreich-Sektion des deutschen Technologieriesen Bosch, bei der Präsentation der Jahreszahlen. Der Alleinvorstand konnte die Umsätze um 7,3% (von 1,068 Mrd. Euro auf 1,146 Mrd. Euro) steigern, allein die Salzburger Produktionsstätte machte im Vorjahr 250 Mio. Euro Umsatz.

Bosch beschäftigt hierzulande 2.932 Mitarbeiter in 14 Niederlassungen, die sich über Fouquets Treuegelübte freuen dürften. Außerdem tätigte der Konzern nach eigenen Angaben 2015 knapp 23 Mio. Euro an Investitionen und pumpte rund 110 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung. Auch 2016 sollen solche Summen in die Forschung fließen.

Flexiblere Arbeitszeiten, weniger Bürokratie

Doch das Zugeständnis geht Hand in Hand mit klaren Forderungen. Der neue Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) müsse Österreich durch Reformen wettbewerbsfähig halten, so Bosch – beispielsweise brauche man „gesetzliche Rahmenbdingungen für eine Arbeitszeitflexibilisierung.“

Zumindest bei Kerns Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) dürfte Fouquet damit offene Türen einrennen, und auch Kern hatte einen „New Deal“ angekündigt, um den Standort Österreich zu stärken.

Außerdem wünscht sich Fouquet Ausnahmeregelungen für internationale Mitarbeiter aus Billiglohnländern wie Indien, in Kombination mit einem Abbau bürokratischer Hürden. Der Vorstand beteuert, dabei ginge es „nicht um billige Arbeitskräfte, sondern um Konkurrenzfähigkeit“.

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