WHO: Zika-Virus sehr wahrscheinlich Ursache für Missbildungen

WHO: Zika-Virus sehr wahrscheinlich Ursache für Missbildungen

Eine schwangere Frau in Recife. DAs Zika-Virus soll bei Föten zu schweren Schädel-Missbildungen führen.

Das Zika-Virus ist nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit hoher Wahrscheinlichkeit für Missbildungen bei Föten und Nervenerkrankungen verantwortlich. "Der Zusammenhang zwischen Zika und Guillain-Barre ist sehr wahrscheinlich", sagte WHO-Expertin Marie-Paule Kieny.

Bei dem Guillain-Barre-Syndrom handelt es sich um krankhafte Veränderungen im menschlichen Nervensystem. Sie gehe davon aus, dass in einigen Wochen der endgültige Nachweis erbracht werden können, sagte Kieny. In Venezuela wurden drei neue Todesfälle bekannt, die auf eine Zika-Ansteckung zurückgeführt wurden.

Nach WHO-Angaben sind Wissenschaftler des Nationalen Gesundheitsinstitutes in den USA sowie der indischen Firma Bharat Biotech am weitesten fortgeschritten bei der Entwicklung eines Impfstoffs. Allerdings würde es noch 18 Monate dauern, um umfangreiche klinische Tests zu starten. Rund 15 Gruppen arbeiten an der Entwicklung eines Zika-Impfstoffs, unter anderem der französische Konzern Sanofi.

Mit den in Venezuela registrierten Fällen steigt die Zahl der Zika zugeschriebenen Krankheitsfälle auf 5221. In Brasilien waren am Donnerstag drei mutmaßliche Zika-Tote gemeldet worden. Nur einer von fünf Zika-Infizierten entwickelt tatsächlich Krankheitssymptome. Bei Föten soll das Virus zu schweren Schädel-Missbildungen führen. Der Erreger wird über Mückenstiche und möglicherweise auch beim Geschlechtsverkehr übertragen. Bisher ist das Virus in mehr als 30 Ländern aufgetreten, am schwersten ist Brasilien betroffen.

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