Österreichs Schulen werden bis nach Ostern geschlossen

Ab Montag (16. März) sind in Österreich die Oberstufenklassen der Schulen bis nach Ostern geschlossen, ab Mittwoch (18. März) auch alle anderen Klassen.

Österreichs Schulen werden bis nach Ostern geschlossen

Österreichs Schulen werden geschlossen. Für unter 14-jährige sollen Betreuungsmöglichkeiten eingerichtet werden.

In ganz Österreich werden zur Eindämmung des Coronavirus ab kommenden Montag (16. März) die Schulen teilweise geschlossen. Betroffen von den Sperren sind zunächst nur die Oberstufenschüler. Ab Mittwoch, dem 18. März wird auch der Unterricht für alle anderen Schüler (bis 14) eingestellt, es wird aber für diese die Möglichkeit der Betreuung in den Schulen geben.

Die Schul-Maßnahmen gelten vorerst bis Ostern - der Ostersonntag ist der 12. April -, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz nach den Beratungen mit den Sozialpartnern im Bundeskanzleramt. Das "ultimative Ziel" sei es, weniger soziale Kontakte zu erreichen. Geplant ist es, den Unterricht auf digitalem Weg fortzusetzen.


Kinder dürfen keinesfalls zu den Großeltern gebracht werden, das sind die Personen, die wir bestmöglich schützen wollen."

BUNDESKANZLER SEBASTIAN KURZ

"Das bedeutet, dass alle, die zu Hause betreut werden können, auch zu Hause betreut werden sollen", so der Appell des Kanzlers. "Wer keine Möglichkeit hat, der kann weiter seine Schüler in die Schulen bringen." Gleichzeitig betonte Kurz, dass die Großeltern nicht zur Betreuung herangezogen werden sollen.

Über eine Million Schüler betroffen

Von den Schulschließungen sind ab Montag rund 410.000 Schüler betroffen. Sie besuchen eine AHS-Oberstufe, eine berufsbildende mittlere und höhere Schulen (BMHS), eine Polytechnische oder eine Berufsschule. Ab Mittwoch wird dann für alle anderen Schüler der Unterricht eingestellt. Das betrifft also die rund 350.000 Schüler an den Volksschulen sowie die etwa 340.000 Schüler an den AHS-Unterstufen und Neuen Mittelschulen - in Summe also mehr als 690.000 Schüler

Ab dem Zeitpunkt der Schließung der Oberstufen, Berufsschulen bzw. Polytechnischen Schulen am Montag bzw. der Umstellung von Unterricht auf Betreuung an den restlichen Schulen am Mittwoch finden auch keine Schularbeiten und Prüfungen mehr statt. Der gesamte Zeitraum bis zur Wiederaufnahme des regulären Betriebs nach Ostern werde nicht beurteilt, hieß es aus dem Bildungsministerium.

Kindergartenkinder sollen zuhause bleiben

Für die Schüler der ersten acht Schulstufen wird es Betreuungsmöglichkeiten in den Schulen geben. Wie Bildungsminister Heinz Faßmann erklärte sollte das Angebot nach Möglichkeit nur von den Eltern in Anspruch genommen werden, auf deren Arbeitseinsatz zur Bekämpfung der Corona-Epidemie nicht verzichtet werden kann. Das gilt besonders für Ärzte und andere im Spital- und Gesundheitswesen beschäftigte Personen.

Auch mehr als 300.000 Kindergartenkinder sollen nach Möglichkeit zuhause bleiben, lautete der Appell der Regierung. Wie für Unterstufenschüler soll es für diese ebenfalls eine Betreuungsmöglichkeit geben, wenn für die Eltern keine andere Alternative möglich ist.

Lösungen für Maturanten angekündigt

Bildungsminister Heinz Faßmann hat betont, dass die Pforten der Schulen ungeachtet der Maßnahmen offen bleiben. Er verwies auf das digitale Lernen, das für die ab 14-Jährigen praktiziert werden soll: In dieser Schulstufe werde der Unterricht mit digitalen Mitteln fortgesetzt, auch wenn die Schüler nicht anwesend sind.

Für die rund 126.000 Maturanten des Jahrgangs 2019/2020 werden eigene Lösungen geschaffen werden müssen, sagte Faßmann, "das Virus soll keine Barriere sein, um eine faire Zentralmatura durchzuführen." Wie mit den Maturanten des Jahrgangs 2019/20 umgegangen werden soll, darüber zerbrechen sich die Politiker noch die Köpfe. Details sollen am Donnerstag (12. März) bekanntgegeben werden.

In den Maturaklassen ist bereits am Freitag nach den Osterferien Notenschluss. Wo etwa die einzige Schularbeit des zweiten Semesters noch nicht stattgefunden hat, kann unter Umständen nicht beurteilt werden bzw. können Schüler sich einen drohenden Fünfer nicht so schnell ausbessern.

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