Millionenspritze für Zika-Impfstoff aus Wien

Millionenspritze für Zika-Impfstoff aus Wien

Die Wiener Themis Bioscience GmbH arbeitet an einem Zika-Impfstoff. Die britischen Innovationsagentur Innovate UK hat dem Unternehmen nun eine millionenschwere Finanzspritze gegeben

Am 1. Februar hat die Weltgesundheitsorganisation WHO anlässlich der in Lateinamerika gehäuft aufgetretenen Zika-Infektionen den "Öffentlichen Gesundheitsnotstand internationalen Ausmaßes" ausgerufen. Bislang hat sich das Virus, das bei Ungeborenen schwere Schädigungen des Kopfes verursachen kann, nicht auf andere Kontinente ausgebreitet.

Einan Impfstoff gegen das heimtückische Virus gibt es vorerst noch nicht. Das Wiener Biotech-Unternehmen Themis hat jedoch einen vielversprechenden Stoff in Entwicklung und nun von der Innovationsagentur Innovate UK eine Million britischer Pfund zur Weiterentwicklung des Prophylaxe-Impfstoffs und der Durchführung einer klinischen Studie der Phase I erhalten.

In den vergangenen zwölf Monaten konnte Themis bereits mehrere für die Impfstoffentwicklung geeignete und validierte Zika-Antigene identifizieren. Dafür wurden einige Impfstoffkandidaten an Tieren getestet. Die von Themis entwickelte Technologie basiert auf einem Vektor für Masern-Impfstoffe. Der Produktionsprozess erlaubt unmittelbar nach Identifikation eines wirksamen Impfstoffs ein rasches Upscaling der Herstellung, was von kritischer Bedeutung ist.

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