3,5 Milliarden COVID-Impfungen für arme Länder

Die Pharma-Konzerne Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson werden armen Ländern 3,5 Milliarden COVID-19-Impfdosen zum Selbstkosten- oder Sonderpreis zur Verfügung stellen. Auch die EU spendet 100 Millionen Impfdosen-.

3,5 Milliarden COVID-Impfungen für arme Länder

Weltweite COVID-Impfungen: Nicht nur reiche Staaten sollen ihre Bevölkerung schützen können.

Während das Corona-Virus in Europa durch den Fortschritt in bei den Impfungen nach und nach unter Kontrolle kommt breitet es sich in vielen ärmeren Ländern noch ungebremst aus. Den Staaten fehlt es an Geld, um die Impfstoffe zum üblichen Marktpreis zu kaufen. Um die Pandemie in Griff zu bekommen ist es jedoch notwendig, die Impfstoffe auch weltweit zum Einsatz zu bringen.

Auf dem Welt-Gesundheitsgipfel in Rom, wo derzeit Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten sowie Vertreter internationaler Organisationen per Videokonferenz die Lehren der Corona-Pandemie diskutieren wurde daher nun eine Initiative gestartet, um auch diejenigen mit Impfstoffen zu versorgen, denen sonst die Mittel fehlen.

3,5 Milliarden Impfdosen

Die Pharmakonzerne Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson haben zugesagt, armen Ländern insgesamt 3,5 Milliarden Corona-Impfstoffdosen zum Selbstkostenpreis oder zu einem günstigen Sonderpreis zur Verfügung zu stellen. Die COVID-19-Impfdosen sollen noch 2021 und 2022 ausgeliefert werden. Der mit dem Mainzer Unternehmen Biontech zusammenarbeitende US-Konzern Pfizer will zwei Milliarden Dosen seines Vakzins an die Länder liefern, Moderna bis zu 995 Millionen und J&J bis zu 500 Millionen.

Die EU-Kommission hatte sich im Vorfeld des Gipfels mit den Herstellern, mit denen die EU gute Erfahrungen gemacht habe, dazu in Verbindung gesetzt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen versprach zudem, 100 Millionen Impfdosen an ärmere Länder zu spenden.

Impfstoffproduktion in Afrika

Die EU will zudem den Bau von Standorten für die Impfstoffproduktion in Afrika mit einer Milliarde Euro finanzieren. "Afrika importiert heute 99 Prozent seiner Impfstoffe und das muss sich ändern", sagte Von der Leyen. Ihr zufolge sollen über den ganzen Kontinent verteilt Hubs errichtet werden. Unter anderem sollen die Infrastruktur, das wissenschaftliche Umfeld und das Angebot an Fachkräften vor Ort finanziert werden.

Bei einer möglichen Gesundheitskrise in der Zukunft könnten an den Standorten dann Impfstoffe hergestellt werden, und afrikanische Länder hätten schneller Zugang, um ihre Bevölkerung dagegen impfen zu können. Bisher verlief die Corona-Impfkampagne auf dem afrikanischen Kontinet wegen fehlender Impfstoffe langsam.

Was Sie wissen sollten, wie Sie sich und andere vor einer Infektion schützen. Empfehlungen der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und dem deutschen Robert-Koch-Institut (RKI) für öffentliche Gesundheit.
 

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