Geldspritze für Apeirons Corona-Medikament APN01

Das vom Österreicher Josef Penninger entwickelte Medikament APN01 ist ein großer Hoffnungsträger im Kampf gegen das Corona-Virus. Eine von der Vienna Insurance Group angeführte Finanzierungsrunde sichert die Weiterentwicklung.

Peter Llewellyn-Davies, Vorstandsvorsitzender von Apeiron Biologics

Apeiron Vorstandschef Peter Llewellyn-Davies: "Wir können schwer kranken Menschen helfen."

Über 318.000 Menschen sind weltweit bisher an den Folgen von COVID-19, der von dem Corona-Virus ausgelösten Krankheit gestorben. Viele von ihnen hätten überleben können, wenn es ein Medikament zur Behandlung der Krankheit gegeben hätte. Zu den vielversprechendsten Kandidaten gehört dabei der vom österreichischen Genetiker Josef Penninger entwickelte Wirkstoff APN01 zur Behandlung schwer erkrankter COVID-19-Patienten.

Der Wirkstoff des von Penninger gegründeten Unternehmens Apeiron Biologics AG hat sich in erfolgreichen Testreihen in China und klinischen Studien der Phasen I und II hat sich APN01 bereits als sicher und gut verträglich erwiesen. Der Produktkandidat wurde von APEIRON insbesondere zur Behandlung von akutem Lungenschaden (ALI) und akutem Atemnotsyndrom (ARDS) entwickelt. ALI/ARDS ist die Hauptursache für Todesfälle bei COVID-19, der durch das neue Coronavirus SARS-CoV-2 verursachten Krankheit.

Eine Kapitalerhöhung soll nun die Finanzierung der weiteren Entwicklung von APN01 ermöglichen. Der Medikamentenkandidat durchläuft eben eine klinischen Phase II Studie, in der 200 schwer an COVID-19 erkrankte Patienten behandelt werden sollen.

Josef Penninger im Labor

Genetiker und Apeiron-Gründer Josef Penninger

Die Placebo-kontrollierte doppelt-verblindete, randomisierte Studie wurde in Kliniken in Österreich, Deutschland, Dänemark und Großbritannien gestartet und wird voraussichtlich in weitere Länder ausgeweitet. Das primäre Ziel der Studie ist die Bewertung der klinischen Wirksamkeit von APN01 sowie die Bewertung von Sicherheit und Verträglichkeit von APN01 bei COVID-19-Patienten.

Vienna Insurance Group als Anker-Investor

Angeführt wird die Finanzierungsrunde durch die Vienna Insurance Group (VIG) als Anker-Investor. Investitionszusagen bestehender Aktionäre sowie neuer institutioneller und privater nationaler und internationaler Investoren liegen vor. Zudem haben die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), die Wirtschaftsagentur Wien (WAW), die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (AWS) sowie die Erste Bank öffentliche Fördergelder und Garantien zugesagt.

„Unsere Beteiligung an APEIRON Biologics entspricht nicht nur dem Wunsch, so rasch wie möglich den Kampf gegen COVID-19 und in Folge weiterer Krankheitsbilder zu unterstützen, sondern auch der strategischen Ausrichtung, unser Engagement im Gesundheitsbereich weiter zu forcieren“, erklärt Elisabeth Stadler, Generaldirektorin der Vienna Insurance Group, dazu

Peter Llewellyn-Davies, Vorstandsvorsitzender von Apeiron Biologics, freut sich, dass mit der Finanzierungsrunde die Weiterentwicklung von APN01 gesichert ist: „Die weitere Finanzierung unserer klinischen COVID-19 Entwicklung und unserer immunonkologischen Zelltherapien ist mit Abschluss dieser Kapitalmaßnahmen gesichert. Wir begrüßen die Vienna Insurance Group in diesem Rahmen als neuen Investor.“ Gemeinsam mit den weiteren umfangreichen, nicht-verwässernden Förder- und Garantiezusagen für das vielversprechende COVID-19 Medikament APN01 könne schwer kranken Patienten, die dringend eine wirksame Behandlung benötigen, geholfen werden.

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