130 Tonnen Schutzmasken in Österreich gelandet

Schutzmasken und Beatmungsgeräte sind in der Corona-Krise weltweit Mangelware. Die AUA hat in einem Transportflug 130 Tonnen Schutzbekleidung nach Österreich gebracht. Hersteller kurbeln die Produktion an. Aus China sind einige Millionen Atemschutzmasken nach Europa unterwegs.

130 Tonnen Schutzmasken in Österreich gelandet

Schutzmasken-Lieferung aus China ist in Wien angekommen.

130 Tonnen Atemschutzmasken und andere Schutzausrüstung sind in Wien-Schwechat angekommen. Die Austrian Airlines hatten vergangene Woche zwei Maschinen für einen Transportflug nach China gestartet, um das hier dringend benötigte Material abzuholen. Es soll nun nach Tirol und Südtirol gebracht werden, wo es besonders für medizinisches Personal benötigt wird, das mit Infizierten in Kontakt kommt.

Das globale Produktionszentrum für derartige Schutzmasken ist ausgerechnet die Region Wuhan in China, wo es auch zu den ersten Corona-Infektionen an Menschen gekommen ist.

Und aus China naht nun weitere Hilfe: Millionen Atemschutzmasken befinden sich auf dem Weg von China nach Europa, auch chinesische Ärzte reisen um die Welt, um bei der Bekämpfung des Coronavirus zu helfen. Der EU will China mehr als zwei Millionen Atemschutzmasken und 50.000 Schnelltests liefern. Eine weitere Million Masken liefert Peking direkt nach Frankreich.

Beatmungsgeräte Mangelware

Mangelware sind in der Corona-Krise auch Beatmungsgeräte. Weltweit stocken die Hersteller ihre Kapazitäten auf, doch ein Problem ist dabei wieder einmal die Lieferkette. Die Zulieferer können die Nachfrage nicht decken. Die Pandemie hat die Lieferketten bei wichtigen Bestandteilen unterbrochen hat, etwa bei Schläuchen, Ventilen, Motoren und der Elektronik.

Nun wird versucht, die Kapazitäten zu erhöhen. In Italien hat ein Team von Ärzten einen Weg entwickelt, um zwei Menschen gleichzeitig mit einem Beatmungsgerät mit Sauerstoff zu versorgen. Die Schweizer Hamilton Medical, einer der weltgrößten Hersteller von Beatmungsgeräten, will Mitarbeiter aus dem Marketing in die Produktion umschichten, um die Kapazitäten zu erhöhen.

Die Beatmungsgeräte werden zunächst in die Länder geliefert, die sie am dringendsten benötigten, allen voran Italien, wie Hamilton-Chef Andreas Wieland sagt. In der vergangenen Woche wurden rund 400 Beatmungsgeräte von Hamilton nach Italien geschickt, eine weitere Auslieferung stehe kurz bevor.

"Wir versuchen, die zu beliefern, wo die Not am größten ist", sagt Wieland, der den weltweiten Markt für Beatmungsgeräte auf mehr als eine Milliarde Dollar jährlich schätzt, davon entfällt rund ein Viertel auf Hamilton. Weitere Hersteller sind etwa die Lübecker Drägerwerk, die schwedische Getinge und Beijing Aeonmed aus China.

Die deutsche Regierung bestellte Mitte März rund 10.000 Beatmungs-Maschinen bei Drägerwerk, der größte Auftrag, den das Unternehmen je hatte.

Das Coronavirus: Der Erreger SARS-CoV-2, der zu COVID-19 führt, im Computer-Modell.

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