Virtuell-reale Welten: Augmented-Reality-Lösungen von CodeFlügel

Der Realität Flügel verleihen: CodeFlügel schafft Augmented-Reality-Welten.

Der Realität Flügel verleihen: CodeFlügel schafft Augmented-Reality-Welten.

Die Augmented-Reality-Lösungen der Grazer Softwareschmiede CodeFlügel werden vor allem von der Industrie als Vertriebswerkzeuge eingesetzt. Den Steirern ist dabei auch das Kunststück gelungen, Spezialstahl sexy zu machen.

Die Realität für ihre Kunden erweitern – das hat sich der Grazer Software-Spezialist CodeFlügel auf die Fahnen geschrieben. Mit Augmented Reality – also der computergestützten Ergänzung und Erweiterungen unserer Sinneswahrnehmungen – werden die Kunden, die vor allem aus den Bereichen Bauen und der international agierenden Industrie kommen, bei der Präsentation ihrer Produkte unterstützt.

„Böhler Edelstahl ist ein gutes Beispiel“, schildert CodeFlügel-CEO Claus Degendorfer. Dort seien die vielen Spezialstähle mit Hilfe von Datenblättern, die die speziellen Eigenschaften abbildeten, vorgestellt worden. Eine zwar informative, aber optisch nicht sehr reizvolle Methode. „Unser Auftrag war es, Stahl sexy zu machen“, erinnert sich Degendorfer. CodeFlügel programmierte ein visuell ansprechendes Vertriebstool, das vor allem auf Messen eingesetzt wird. Jetzt wachsen für den Betrachter auf Wunsch kleine Säulen aus den verschiedenen Stählen aus dem Boden, daneben schweben kurze Erklärungen der Eigenschaften und auch eine Auswahl der konkreten Anwendungen für die Metalle. Alles virtuell, selbstverständlich.

Virtuell-reale Welten

Stolz ist der CodeFlügel-Chef auch auf eine für den Fertighaushersteller Hartl Haus entwickelte App. „Wir haben vor fünf Jahren angefangen, die Häuser in 3D erlebbar zu machen. Heute ist es möglich, dass der Kunde mit seinem Handy oder Tablet ein ganz konkretes Haus auf sein Grundstück projizieren und auch virtuell durch dieses Haus spazieren kann. Dadurch kann jeder sein Haus erleben, bevor es existiert.“

Codeflügel Augmented Reality Systemlösungen: Konzeption, Programmierung und Betreuung von Augmented Reality Anwendungen sowie mobiler Apps.

Ein weiterer Kunde ist der Backmaschinen-Hersteller König Maschinen. Dieser kann mit Hilfe von CodeFlügel ganze Backstraßen in den virtuellen Hallen seiner Kunden darstellen, die Platzverhältnisse lassen sich so exakt ausloten. „Unsere Kunden sind Markt- und Innovationsführer, vorwiegend aus dem D-A-CH-Raum“, unterstreicht Degendorfer. Deshalb seien sie auch aufgeschlossen gegenüber modernen Formen der Präsentation.

Der CodeFlügel-CEO hat Softwareentwicklung und Wirtschaft studiert. „Ich habe neben dem Studium in großen Firmen gearbeitet und festgestellt, das ist nicht meins“, erinnert sich Degendorfer. Nach einer Tätigkeit bei einem österreichischen Spieleentwickler habe er deshalb 2011 mit CodeFlügel sein eigenes Unternehmen gegründet. Anfang dieses Jahres hat Degendorfer die Firma zu 100 Prozent übernommen.

CodeFlügel-Gründer Claus Degendorfer

CodeFlügel-Gründer Claus Degendorfer: "Augmented Reality ist gekommen, um zu bleiben."

Derzeit hat CodeFlügel 23 Mitarbeiter, ein Drittel davon Frauen, was für die Softwarebranche ein hoher Anteil ist. „Wir sind ein junges, motiviertes Team“, erklärt der Firmengründer. Für die Zukunft habe man vor, weiter zu wachsen. Und: „Wir wollen qualitativ noch besser werden. Wir haben jetzt schon einen sehr hohen Qualitätslevel, aber einen noch höheren Anspruch.“ Grundsatz bei der Arbeit bei CodeFlügel sei, „High Performance mit Spaß zu verbinden“. Mitarbeiter, Kunden und Anwender sollen begeistert sein, ist Degendorfers Credo.

Der Anfang einer Entwicklung

Augmented Reality ist für die Grazer potenziell ein Milliardenmarkt. „Der Smartglass-Bereich muss sich entwickeln. Auch wenn die Datenbrille Google Glass zu unausgereift war, um sich am Markt durchzusetzen, ist klar: Diese Technologie wird kommen, um zu bleiben und sie wird sukzessive verbessert “, versichert der CodeFlügel-Gründer.
Einer der Schwerpunkte ist die Beratung von Unternehmen im Bereich Augmented Realitiy. „Viele Unternehmen wollen eine Anwendung nutzen oder wollen sich mit der Technologie beschäftigen, haben aber keine Ahnung wo sie ansetzen sollen. Da kommen wir dann ins Spiel und helfen ihnen diese Herausforderung als Chance zu nutzen.“

Neben Augmented Reality gehören die Webentwicklung und das Programmieren von Apps zum Produktportfolio von CodeFlügel. Degendorfer. „Wir sind eines der wenigen Unternehmen in Österreich, die eine Expertise für beide Bereiche haben.“ Ein neues Betätigungsfeld der Grazer ist das Thema Artificial Intelligence, etwa für Gesichtserkennung. „Wir bleiben aber bei allen unseren Geschäftsfeldern im Business-to-Business-Bereich“, erklärt Degendorfer.


CodeFlügel wurde von der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG im Juli 2019 für die Wahl steirischen "Unternehmens des Monats" nominiert. Die Wahl wird von der Steirische Wirtschaftsförderung SFG seit Oktober 2017 durchgeführt. Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen sowie zu den bisherigen Preisträgern finden Sie auf der Website unternehmen-des-monats.at


Vielen Dank für die inhaltliche Unterstützung an die SFG

Forschung & Innovation

Globaler Innovationsindex: Europa bleibt an der Spitze

Lawinen-Verschütteten-Suche mit Pieps

Innovationen aus der Steiermark

Pieps: Steirische Hightech hilft Lawinenopfer retten

Das intelligente Pflaster von fenSense trackt den weiblichen Zyklus. Mit dem Smartphone können die im NFC-Chip gespeicherten Daten ausgelesen und fruchtbare Tage ermittelt werden.

Innovationen aus der Steiermark

femSense: Ein Pflaster hilft beim Kinderwunsch

Interview
Wolf Lotter

Innovationen aus der Steiermark

„Der Mensch kann Innovation. Man muss ihn nur lassen“