SpaceX-Rakete mit Facebook-Satellit explodiert: So reagieren die Börsen

SpaceX-Rakete mit Facebook-Satellit explodiert: So reagieren die Börsen

Am Donnerstag ist eine Rakete von Elon Musks Raumfahrt-Unternehmen SpaceX explodiert, die einen Satelliten für Facebooks Projekt internet.org ins Weltall bringen sollte. Der Höhenflug der Facebook-Aktie wird dadurch nicht gestoppt, aber Tesla entwickelt sich zum Sorgenkind.

Eine Explosion hat am Donnerstag eine Rakete des US-Unternehmens SpaceX zerstört, die einen israelischen Kommunikationssatelliten ins All bringen sollte. Die heftige Detonation habe sich bei einem Routinetest der Triebwerke auf dem Startplatz Cape Canaveral ereignet, teilte die Firma von Milliardär Elon Musk mit. Verletzt wurde niemand.

Die Falcon-9-Rakete hätte am Samstag zum 29. Start eines solchen Modells abheben sollen. Der Satellit AMOS-6 des Unternehmens Space Communication (Spacecom) sollte Datenkanäle für Facebook bereitstellen. Das soziale Netzwerk will zusammen mit Eutelsat Communications unter dem Projektnamen "internet.org" große Teile des südlichen Afrikas ans Internet anbinden. Facebook und Eutelsat erklärten, sie hielten an ihren Plänen fest. In einem Facebook-Posting erklärte CEO Mark Zuvckerberg, dass er enttäuscht sei - er habe aber bereits einen Plan B.

An der US-Börse verloren die Aktien der anderen Musk-Firmen Tesla Motors und SolarCity rund fünf beziehungsweise neun Prozent. Eutelsat erklärte, der Vorfall könnte den eigenen Umsatz bis 2019 um insgesamt bis zu 50 Millionen Euro schmälern. Die Aktie von Facebook schloss am Dienstag mit +0,04 Prozent bei 126,17 Dollar. Im laufenden Jahr hat die Facebook-Aktie gut 20 Prozent an Wert gewonnen, während die Aktie von Elon Musks Tesla heuer gut 16 Prozent verloren hat.

Schwerer Rückschlag für Spacecom

Allerdings sind die Auswirkungen der Explosion auf Musks Unternehmen waren zunächst unklar. Die NASA erklärte, sie prüfe, inwieweit die Explosion auf der Startrampe ihr Raumflugprogramm beeinträchtige.

Für Spacecom steht ein bereits vereinbarter Verkauf des Unternehmens an den chinesischen Konzern Beijing Xinwei Technology für 285 Millionen Dollar auf dem Spiel. Das Geschäfts galt unter der Bedingung, dass der Satellit erfolgreich ins All gebracht wird. Über das israelische Unternehmen hinaus ist der Verlust von AMOS-6 ein schwerer Rückschlag für die Satelliten-Industrie des Landes. Die Zukunft der Branche stehe infrage, fürchtet die Raumfahrtbehörde.

Wiederholte Rückschläge bei SpaceX

Bereits im Juni vergangenen Jahres war eine SpaceX-Rakete explodiert. Sie hätte den mit Nachschub beladenen Raumfrachter "Dragon" zur Internationalen Raumstation ISS bringen sollen. Untersuchungen hatten SpaceX-Chef Musk zufolge ergeben, dass vermutlich eine gebrochene Stahlstrebe für die Explosion verantwortlich war.

Das Unternehmen entwickelt unter anderem eine wiederverwendbare Rakete. Nach vier gescheiterten Versuchen war im April 2016 erstmals eine Rakete von SpaceX wieder auf einer unbemannten schwimmenden Plattform gelandet.

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