Schweden in EU am innovativsten - Österreich nur knapp über Schnitt

Schweden in EU am innovativsten - Österreich nur knapp über Schnitt

Österreich ist beim Wachstum der Innovation nur an 18. Stelle. Die EU verringerte den Abstand zu USA und Japan.

Brüssel. Schweden ist Innovationsführer in der EU. Österreich kommt im EU-Ranking auf den zehnten Platz und liegt somit nur mehr knapp über dem EU-Durchschnitt. Dies geht aus dem aktuellen EU-Innovationsanzeiger hervor, den die Europäische Kommission am Donnerstag in Brüssel veröffentlichte.

Insgesamt würden die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass Europa gegenüber Japan und den USA aufhole, erklärte die EU-Kommission. Schweden verteidigte seine Rolle als innovativstes EU-Land vor Dänemark, Finnland, Deutschland und den Niederlanden.

Als "starke Innovatoren" bezeichnet die EU-Kommission die Verfolgergruppe, der Irland, Belgien, Großbritannien, Luxemburg, Österreich, Frankreich und Slowenien angehören. Als "moderate Innovatoren" werden Zypern, Estland, Malta, Tschechien, Italien, Portugal, Spanien, Griechenland, Ungarn, die Slowakei, Polen, Lettland, Litauen und Kroatien eingestuft. Schlusslicht ist Rumänien hinter Bulgarien. Beide Länder hätten nur bescheidene Innovationskraft, stellt die EU-Kommission fest.

Die Qualität der akademischen Forschung ist laut dem EU-Vergleich am höchsten in Schweden, gefolgt von Großbritannien, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Dänemark. Diese Länder würden viel Zusammenarbeit mit internationalen Partnern pflegen, die Forscher seien international bestens vernetzt und der Forschungsoutput sehr hoch. Schweden schneidet auch am besten bei Humankapital in der Forschung ab, gefolgt von Slowenien, Irland, Großbritannien, Finnland und Lettland.

In Finnland sind die finanziellen Rahmenbedingungen für Innovation am besten, gefolgt von Estland, Schweden, den Niederlanden und Dänemark, erklärte die EU-Kommission. In diesen Ländern würden Forschung und Entwicklung vom öffentlichen Sektor unterstützt, Risikokapital für private Unternehmen sei vorhanden.

Bei den Investitionen von Firmen in Innovation führt Deutschland, gefolgt von Estland, Österreich und Finnland. Über die besten privat-öffentlichen Innovations-Netzwerke verfügen Belgien, Dänemark, die Niederlande, Schweden und Finnland. Führend bei Innovationen von Klein- und Mittelbetrieben sind nach Angaben der EU-Kommission Irland, Deutschland, Luxemburg, Frankreich und Österreich.

Lettland ist derzeit das Land mit dem größten Innovationswachstum. Die EU-Kommission hat hier den Zeitraum von 2008 bis 2015 verglichen. Österreich liegt beim Wachstum abgeschlagen unter dem EU-Durchschnitt an 18. Stelle in der EU.

Innovationsführer in ganz Europa bleibt weiterhin die Schweiz. Die EU habe allerdings den Abstand zur Schweiz etwas verringert, auch gegenüber den Vereinigten Staaten und Japan, erklärte die EU-Kommission. Globaler Innovationsführer ist Südkorea, das seinen Abstand gegenüber der EU ausbauen konnte. Ihren Vorsprung zu Australien, Kanada, Brasilien, Russland, Indien und Südafrika habe die EU verteidigt. China hole allerdings rascher gegenüber der EU auf, erklärte die Kommission.

EU-Binnenmarktkommissarin Elzbieta Bienkowska sagte, um mehr Innovation zu fördern, wäre eine konzertierte Kraftanstrengung erforderlich. "Auf EU-Ebene müssen wir das Mehrwertsteuerregime vereinfachen, die Insolvenzregeln anpassen, Informationen über Regulierungserfordernisse einfacher zugänglich machen und an einem klaren und KMU-freundlichen geistigem Eigentumsrecht arbeiten."

Führung für drei Generationen #GPDF17

Forschung & Innovation

Führung für drei Generationen #GPDF17

Rita McGrath: "Strategie ist noch wichtiger als bisher" #GPDF17

Global Peter Drucker Forum 2017

Rita McGrath: "Strategie ist noch wichtiger als bisher" #GPDF17

WU Wien - Für Stadt und Standort #GPDF17

Global Peter Drucker Forum 2017

WU Wien - Für Stadt und Standort #GPDF17