Private Stromspeicher: Verbund schließt Allianz mit Tesla

Private Stromspeicher: Verbund schließt Allianz mit Tesla
Private Stromspeicher: Verbund schließt Allianz mit Tesla

Der Tesla S und die Tesla Powerwall (der weiße Kasten an der Wand).

Tesla-Chef Elon Musk hat viele Visionen. Eine davon ist, dass jeder Haushalt den Strom, den er benötigt auch selbst produziert und überschüssige Energie für die spätere Verwendung speichert. Mit der Powerwall hat der Elektroauto-Pionier Tesla ein solches Batteriespeichersystem entwickelt. Der Verbund bringt dieses nun nach Österreich.

Dass ein Unternehmen eine Partnerschaft mit einem Unternehmen eingeht, um ein Produkt in den Markt zu bringen, das den bisherigen eigenen primären Geschäftsinteressen diametral entgegengesetzt ist, kann man durchaus als Überraschung bezeichnen.

Der heimische Energieversorger Verbund hat sich nun mit dem Elektroauto-Pionier Tesla zusammengetan, um genau das zu tun: Der Verbund, der bisher hauptsächlich davon gelebt hat, in eigenen Kraftwerken produzierten Strom an Unternehmen und Haushalte zu verkaufen, hat eine Allianz mit dem Elektroauto-Pionier Tesla geschlossen, um dessen "Powerwall" nach Österreich zu bringen.

Die Powerwall ist jedoch nichts anderes als ein Batterie-Speicher für in Photovoltaik-Anlagen produzierten Strom. Und somit ein Produkt, das dem Geschäftsmodell eines Energieversorgers - Strom zu verkaufen - grundsätzlich entgegen läuft: Unternehmen oder Hausbesitzer, die eine Photovoltaikanlage haben, sollen den von dieser produzierten Strom speichern können, um diesen nutzen zu können, wenn die Anlage keinen Strom produziert. Die Crux bei Photovoltaik ist nämlich, dass Solarstrom vor allem mittags und in den Nachmittagsstunden verfügbar ist, der meiste Strom aber morgens und am Abend benötigt wird. Auch bei trübem Wetter produzieren Photovoltaikanlagen wenig Strom.

Strom im Keller

Für die Besitzer der Anlagen ist eine Speicherlösung somit ein großer Schritt in Richtung Energie-Autarkie. Der klassische Energieversorger wird dabei weitgehend umgangen. Für Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber ist die Allianz dennoch eine gute. „Die Energiezukunft braucht starke Partnerschaften“, sagt er. Tesla stehe außerdem für Innovation und Unternehmergeist und der weitere Partner im Bunde, Solavolta, ein Top-Anbieter von Photovoltaik-Lösungen. "Gemeinsam bieten wir die optimale Lösung für die Nutzung von Sonnenkraft für das energie-intelligente Zuhause", meint Anzengruber.

Sorgen müssen sich die Energieversorger dennoch noch lange nicht. Die breite Masse wird nämlich noch lange auf klassische Strom-Lieferverträge angewiesen sein. Das energie-intelligente Zuhause ist für viele schlichtweg zu teuer. So können etwa Neukunden die komplette Photovoltaik-Speicherlösung zu einem Paketpreis ab 17.900 Euro erwerben. Das entspricht in etwa den in einem Vier-Personen-Haushalt über einen Zeitraum von rund 15 Jahren anfallenden Stromkosten. Im Paket inbegriffen sind eine 4kWp Photovoltaikanlage, die Powerwall von Tesla sowie die Planung, Montage und Inbetriebnahme. Bei bereits installierten Photovoltaik-Anlagen gibt es die Option auf die Speicherlösung aufzurüsten. Für Neukunden gilt zudem ein Abnahmetarif von 12 Cent/kWh für selbst erzeugten Strom.

Die Tesla Energy Daily Cycle Powerwall ist eine wandmontierte, wiederaufladbare Speicherbatterie basierend auf der Technologie der Tesla E-Fahrzeuge. Sie ist für den Eigenverbrauch selbst erzeugter Sonnenenergie konzipiert. Bei größerem Strombedarf können mehrere Powerwall Geräte zusammengeschalten werden. Mit 7 Kilowattstunden für den Tageszykluseinsatz bietet die Powerwall Kapazität, um die meisten Privathaushalte während Spitzenlastzeiten mit Strom zu versorgen. Bei einem Stromausfall liefert sie die nötige Energie für einen halben Tag im Normalbetrieb, beziehungsweise rund ein bis eineinhalb Tage im Notbetrieb. Ein sonniger Nachmittag sorgt für eine volle Speicher-Ladung und reicht, um eine A+++ Kühl- Gefrierkombination 12 Tage mit Energie zu versorgen oder ein A+ Fernsehgerät mehr als 120 Stunden zu betreiben.

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