"Österreich-Fonds" schüttet erstmals Gelder für Forschung aus

Zum ersten Mal fließt Geld aus dem "Österreich-Fonds" in das Forschungssystem: 33,7 Mio. Euro schüttet der aus Einnahmen durch den neuen 55-Prozent-Steuersatz für Einkommensanteile über 1 Mio. Euro gespeiste Fonds über die Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung aus. Damit werden zum Teil die heuer geringen Stiftungsausschüttungen kompensiert.

"Österreich-Fonds" schüttet erstmals Gelder für Forschung aus

Die Mittel aus dem Österreich-Fonds werden laut einer Aussendung der Nationalstiftung vom Dienstag wie folgt auf heimische Wissenschaftsinstitutionen aufgeteilt, die von Bund getragen werden: Der für die Förderung der Grundlagenforschung zuständige Wissenschaftsfonds FWF erhält 13 Mio. Euro. Die Forschungsförderungsgesellschaft FFG, der die Förderung der angewandten Forschung obliegt, wird mit 11,2 Mio. Euro bedacht. 5 Millionen erhält das Austria Wirtschaftsservice (aws). Die Christian Doppler Forschungsgesellschaft (CDG) wird mit 2,5 und die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) mit 2 Millionen Euro bedacht. Mit der Vergabe der "Österreich-Fonds"-Gelder an diese Institutionen nutze man "bestehende und bewährte Strukturen" und vermeide den "Aufbau von neuen Organisationsstrukturen", hieß es.

Die Nationalstiftung wurde 2003 eingerichtet und wird seither aus Zinserträgen der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) sowie des ERP-Fonds gespeist. In den Anfangsjahren stellte die Stiftung jährlich noch die angepeilten 125 Mio. Euro für die österreichische Forschung zur Verfügung. Seit 2007 sanken diese Summen allerdings aufgrund der ungünstigen Zinsentwicklung. Heuer wurden - abgesehen vom Österreich-Fonds - nur 18 Mio. Euro ausgeschüttet, das ist der niedrigste Wert bisher.

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