Kompetenzzentrum für Österreichs Metallindustrie

Neue Technologien in der Metallverarbeitung, verbesserte Produktionsprozesse und minimierter Energie- und Rohstoffverbrauch sind zentrale Forschungsbereiche des neuen Kompetenzzentrums "K1-MET". Heimische Industriebetriebe, der Bund sowie die Länder Steiermark, Oberösterreich und Tirol nehmen zur Stärkung der heimischen Metallindustrie rund 22 Mio. Euro in die Hand, hieß es am Montag in Graz.

Kompetenzzentrum für Österreichs Metallindustrie

"Die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft im Kompetenzzentrum wird dazu beitragen, die weltweite Spitzenposition Österreichs in der Metallverarbeitung zu festigen", zeigte sich der steirische Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann (ÖVP) am Montag bei der Präsentation des "Metallurgical Competence Center" (K1-MET) überzeugt. Größte Miteigentümer sind mit jeweils 35 Prozent die voestalpine und die Montanuniversität Leoben, der Linzer Industrieanlagenbauer Primetals technologies Austria GmbH ist mit 20 Prozent und die Johannes Kepler Universität in Linz mit zehn Prozent am Zentrum beteiligt, so Geschäftsführer Johannes Schenk.

Hinter der metallurgischen Industrie stecke enormes fachliches Know-how, "nur so können die riesigen Hochtemperatur-Prozessanlagen immer noch effizienter funktionieren", betonte Schenk. Und das ist angesichts der angestrebten Klimaschutzziele auch notwendig: Wie Schenk erläuterte, trage die globale Stahlproduktion von mehr als 1,6 Milliarden Tonnen jährlich auch zu sieben Prozent der weltweiten CO2-Emissionen bei. "Das sind Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen", so Schenk.

Ziel: Emissionen und Rohstoffverbrauch senken

In Kooperation von Industrie und Forschung und einer Mischung aus Grundlagenforschung, Laborexperimenten, anwendungsnahen Tests in Pilotanlagen bis hin zu Computermodellierungen will man Innovationen erzielen, die insgesamt die Emissionen und den Ressourcenverbrauch in der Roheisen- und Stahlproduktion senken. Dazu stehen bis Mitte 2019 rund 22 Mio. Euro an Forschungsgeldern zur Verfügung. Das K1-MET wird im Rahmen des Kompetenzzentren-Programms COMET mit Bundes- und Landesmitteln gefördert.

"Aktuell arbeiten 34 Mitarbeiter in Linz und Leoben, aber auch an der FH Wels und allen technischen Universitäten des Landes an den Schwerpunkten Nachhaltigkeit und Rohstoffeffizienz in der Metallurgie, feuerfeste Werkstoffe, innovative Anlagentechnik, Steigerung der Energieeffizienz sowie Modellierung und Simulation metallurgischer Prozesse", sagte der K1-MET-Geschäftsführer. Nach einer Zwischenevaluierung sei eine Verlängerung der Laufzeit um weitere vier Jahre möglich.

Unter den kooperierenden Unternehmen findet sich u. a. der Feuerfestprodukte-Spezialist RHI, der im steirischen Leoben ein Technologiezentrum betreibt. "In den vergangenen sieben Jahren hat es eine ausgezeichnete Zusammenarbeit von Industrie und Wissenschaft in Form einer Arbeitsgruppe gegeben", blickte Walter Hammerer, Leiter des Leobener Standortes der RHI AG, auf die Vorgeschichte des K1-MET zurück. Aus seiner Sicht sei es durch die Gründung des Kompetenzzentrums als eigenständiges Unternehmen besser möglich, Forschung und Entwicklung auf höchstem Niveau zu betreiben.

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