Luma Enlite bringt mit Sport-Stirnlampen Licht ins Dunkel

Selber geht besser: Weil es kein leichtes und praktisches Stirnlampen-System gab, entwickelten zwei steirische Studenten ein eigenes. Die Luma Enlite LED-Stirnbänder und Mützen.

Luma Enlite bringt mit Sport-Stirnlampen Licht ins Dunkel

Die Stirnlampen von Luma zeichnen sich unter anderem durch einfache Bedienung aus und sind bei Sportlern beliebt.

„Da muss es doch etwas Besseres geben“ – dieser Gedanke stand am Anfang der Luma Enlite GmbH, die seit dem Vorjahr besonders leichte LED-Stirnlampen für Sportbegeisterte anbietet. Die beiden Innovationsmanager Wolfgang Knöbl und Florian Schneebauer sind solche Begeisterte. „Wir gehen beide gern Laufen, fahren Rennrad oder gehen in die Berge“, schildert Knöbl. 2015, gerade mit dem Studium an der FH Campus 02 in Graz fertig, suchten sie daher ein leichtes und praktisches Stirnlampensystem

Es gab keines. „Was auf dem Markt war, war zu schwer und hatte viel zu viele Funktionen. Die Hersteller legten vor allem Wert auf eine möglichst hohe Lichtleistung, das machte die Lampen schwer und unbequem zu tragen.

Vernetzt und gesteuert über eine Handy-App war dort gerade angesagt. Versuchen Sie das einmal auf einer Skitour mit dicken Handschuhen an den Händen“, erinnert sich Knöbl, der Luma Enlite heute führt.

In die Haube integriert

Mit Luma Active entwickelten Schneebauer und Knöbl in der Folge ein eigenes Stirnlampensystem. Der Clou dabei: Die LED-Lampe ist in eine Haube oder in ein Stirnband integriert, über einen einzigen Taster auch mit Handschuhen oder einem Skistock in der Hand leicht steuerbar und hat nur die wirklich notwendigen Features – eine erste Lichtstufe, um gesehen zu werden, eine Spotmodus, um den Boden unmittelbar vor den Füßen auszuleuchten und ein Fernlicht, das etwa 40 Meter weit reicht, außerdem ein Rücklicht.

Wolfgang Knöbl

Luma-Chef Wolfgang Knöbl will möglichst viel Wertschöpfung in Österreich halten.

„Luma ist bei unseren Freunden und Bekannten extrem gut abgekommen, also haben wir eine Kick-Starter-Kampagne gemacht, um mehr als nur Prototypen herzustellen“, erzählt Knöbl. Die spielte mehr Kapital ein als erwartet und man fand einen Händler, der Luma in Österreich vertreiben wollte.

Um die Jahreswende 2017/18 holte man noch einen Investor ins Boot und gründete die Luma Enlite GmbH in Weiz.

Einfachheit als Prinzip

Heute produziert man bereits die zweite Generation der Stirnlampen, Luma Boost. „Unser Motto ist nach wie vor ,Enlite the dark‘. Wir wollen keine komplexen Produkte erfinden, unser System muss einfach zu bedienen zu sein, robust und man muss sich damit wohlfühlen“, schildert Knöbl die Philosophie von Luma.

Die Wertschöpfung soll möglichst in Österreich oder zumindest in Europa bleiben. Deshalb wird für die Luma-Stirnlampen nur die Elektronik in China produziert. „Der Stoff für die Stirnbänder und Mützen kommt aus Italien, der Kunststoff wird in der Steiermark hergestellt und die Assemblierung findet im steirischen St. Margarethen an der Raab statt“, freut sich Knöbl, der Luma Enlite mit zwei Mitarbeitern betreibt.

Steirische Unternehmen würden das junge Start-Up beim Marktaufbau unterstützen, sagt der Luma-Chef. Erhältlich sind die Stirnlampen-Systeme aus der Steiermark im Qualitätsfachhandel und über den Online-Shop des Unternehmens. „Wir wollen, dass der Kunde Luma vor dem Kauf erleben kann und versteht. Das ist nur über den stationären Fachhandel möglich“, so Knöbl.

Immer mehr Läufer

Auch andere Hersteller würden mittlerweile in Richtung leichtere Stirnlampen gehen. Sorgen wegen der Konkurrenz macht sich Knöbl aber nicht: „Es gibt immer mehr Menschen, die Laufen gehen. Das ist ein Wachstumsmarkt.“ Außerdem sei man, was die Integration des LED- und Steuerungssystems in die Textilien angeht, Technologieführer.

Mittelfristig will Luma Enlite den Markt weiter aufbauen. „In der Steiermark kennt man uns, aber um international erfolgreich zu sein, bedarf es noch großer Anstrengungen“, ist der Luma-Chef überzeugt. Man wolle vom Accessoire zum Wearable werden. Und man will weitere neue Technologien in das Produkt bringen. „Über allem steht aber immer unsere oberste Prämisse: Luma muss leicht sein, einfach zu bedienen und dem Anwender einen echten Nutzen bringen.“

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