Luftfilter aus Österreich geben Corona-Schutz ohne 3-G-Regel

Mit dem Wavebionix hat das oberösterreichische Unternehmen Kappa Filter Systems einen Filter für Lüftungsanlagen entwickelt, der auch über 97 Prozent aller in der Luft befindlichen Viren herausfiltern kann.

Filter für Lüftungsanlagen als Virenschutz: Das oberösterreichische Unternehmen Kappa Filter Systems verspricht 97-prozentigen Schutz vor Infektionen.

Filter für Lüftungsanlagen als Virenschutz: Das oberösterreichische Unternehmen Kappa Filter Systems verspricht 97-prozentigen Schutz vor Infektionen.

Nach rund und eineinhalb Jahren kommen Mitarbeiter von Unternehmen wieder an ihre Arbeitsplätze zurück. Auch die Gastronomie, die Hotellerie und Theater erwachen wieder aus dem Corona-bedingten Dornröschenschlaf. Österreich kehrt zurück zur Normalität.

Die Angst und Sorge vor einer Infektion, vor einer neuerlichen COVID-19-Welle, steckt den Menschen jedoch immer noch in den Knochen. Menschengruppen und Ansammlungen, besonders in Innenräumen, werden kritisch gesehen. Darunter leiden Unternehmen und die Zusammenarbeit in Büros ebenso wie die Betreiber von öffentlichen Verkehrsmitteln, Gastronomen, Hoteliers, Veranstalter und der mit Einschränkungen auch noch Handel. Masken und Abstand beherrschen daher nach wie vor an vielen Orten das Bild.

Doch gegen die unsichtbare Virenbedrohung gibt es auch Mittel und Wege abseits der 3-G-Direktive, und eines dieser Mittel hat das im oberösterreichischen Steyr beheimatete Unternehmen Kappa Filter Systems entwickelt. Mit dem Lüftungsfilter Wavebionix, der in nahezu alle bestehenden Lüftungsfilter eingebaut werden kann - das Unternehmen spricht von einer 98-prozentigen Kompatibilität zu allen im deutschsprachigen Raum in Hotels, Restaurants, Fitness-Studios, öffentlichen Gebäuden und Betrieben installierten Lüftungsanlagen - verspricht Kappa, in Innenräumen über 97 Prozent aller Viren aus der Luft herausfiltern zu können und damit die Ansteckungsgefahr in Innenräumen auf ein Minimum zu reduzieren. Ein Versprechen, das vom Österreichischen Forschungsinstitut für Chemie und Technik (OFI Wien) auf den Prüfstand und bestätigt wurde.

Unsichtbare Herausforderung

Besonders kritisch waren und sind im Zusammenhang mit Corona-Infektionen Aerosole, unsichtbare feste oder flüssige Schwebeteilchen, die an Staub, Schmutz oder Mikroplastikteilchen in der Luft andocken und sich je nach Schwere an verschiedenen Orten und unterschiedlich lang in Räumen verteilen.

Von links: Kappa Filter Systems Produktentwickler Christian Helth, Produktmanagerin Christina Schickmair und Marketingmanager Maximilian Hauer mit dem Wavebionix Filter

Von links: Kappa Filter Systems Produktentwickler Christian Helth, Produktmanagerin Christina Schickmair und Marketingmanager Maximilian Hauer mit dem Wavebionix Filter

Aerosole sind labil und verändern sich gern nach Luftfeuchtigkeit, Temperatur oder diversen physikalischen Prozessen. Wenn wir niesen, fetzen sie nur so durch Luft, während sie beim Singen oder simplen Bewegungen in Räumen gemächlicher herum schweben. Bei körperlicher Anstrengung und feuchter Aussprache kann man sie sogar sehen, nämlich als Speicheltropfen.

Schwerere Teile sinken rascher zu Boden, kleine Teilchen können stunden- oder tagelang in der Raumluft verbleiben und in Betrieben über Lüftungsanlagen oft in ganzen Gebäuden verteilt werden.

Lüftung als Superspreader

„Was den wenigsten Leuten bewusst ist, die Lüftung kann zum echten Superspreader werden, der Aerosole und damit auch einen Virus von Raum zu Raum transportiert“, sagt Christina Schickmair, Produktmanagerin von Kappa, „Eine Lüftungsanlage ist Segen oder Fluch. Sie sorgt für den wichtigen Luftaustausch in Innenräumen, aber die eingebauten Lüftungsfilter sind oft nicht in der Lage, Schutz vor der Virusverbreitung zu bieten. Zudem sind sie in vielen Fällen nicht ausreichend dicht gegenüber Aerosolen gebaut.“ Es hänge also am Lüftungsfilter, ob das Lüftungssystem auch ein effektives Sicherheitssystem ist oder eben nicht, betont Schickmair.

Bei Kappa Filter Systems beschäftigt man sich schon seit langem mit Aerosolen und deren Abscheidung. Ursprünglich ging es dabei um Feinstaub, Nebel, Gas und Gerüche. Die Technologie wurde immer weiter verfeinert und letztlich auch für klinische Anwendungen im Spitalswesen optimiert. Daraus entstand der Wavebionix-Filter, der 2019, kurz vor Beginn der Corona-Pandemie Marktreife erlangte.

Nun hat man damit ein Produkt in der Hand, das Gästen und Mitarbeitern von Betrieben und Unternehmen Sicherheit gibt und somit auch einen Wettbewerbsvorteil darstellt. Schickmair: "Viren und Aerosolen sind wir in Gebäuden damit nicht schutzlos ausgeliefert. Sie lieben zwar Räume, in denen viel und laut gesprochen wird. Aber sie hassen Wind und frische Luft. So viel wie möglich Lüften, das ist daher das Gebot der Stunde. Mit einer modernen und leistungsfähigen Lüftungsanlage und unserem Filter kann die Luftqualität wesentlich erhöht und der Anteil an Aerosolen und Viren massiv reduziert werden."

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