Kompetenzzentren-Programm "Comet" wird neu aufgesetzt

Kompetenzzentren-Programm "Comet" wird neu aufgesetzt

Das Kompetenzzentren-Programm "Comet" wird reformiert. Auf Basis einer Wirkungsanalyse werden ab 2017 die bisherigen K2- und K1-Zentren in einer Linie zusammengefasst, teilte die Forschungsförderungsgesellschaft FFG mit. Für risikoreiche Forschung kommen neue "Comet-Module". K-Projekte bleiben unverändert. Am 18. April werden noch K2-Zentren ausgeschrieben, aber schon mit ersten Änderungen.

2006 wurde das Kompetenzzentren-Programm "Comet" in der derzeitigen Form gestartet. Wissenschaft und Wirtschaft sollen in K2- und K1-Zentren sowie K-Projekten langfristig gemeinsam forschen. K2-Zentren gelten als "Flaggschiffe" des Programms, sie sind am größten, auf zehn Jahre angelegt und erhalten die meisten Bundesmittel (max. 5 Mio. Euro pro Jahr). K1-Zentren sind deutlich kleiner, auf acht Jahre angelegt und bekommen maximal 1,7 Mio. Euro pro Jahr vom Bund. K-Projekte sind die Einsteigerschiene, stark anwendungsorientiert und mit der geringsten Förderrate. Insgesamt gab es bisher fünf K2-Zentren, 18 K1-Zentren (aktuell laufen noch 15) und 46 K-Projekte (aktuell: 21) eingerichtet.

Die vom Austrian Institute of Technology und Joanneum Resarch im Auftrag der Forschungsförderungsgesellschaft FFG durchgeführte Wirkungsanalyse sieht die K-Zentren "zunehmend als F&E-Dienstleister für Unternehmen agieren". Sie seien entgegen der Zielsetzung eher nicht in der Lage, neue strategische Impulse zu setzen. Zudem zeigt sich, dass die K2-Zentren "je eingesetztem Vollzeitäquivalent keinen höheren Output erzielen konnte als die Programmlinie K1, und je eingesetzter Fördermillion im Hinblick auf realisierte Patente und Publikationen in wissenschaftlichen Journalen sogar unter dem Niveau von K1 liegen".

Aus diesem Grund wird es künftig nur noch "Comet-Zentren" von der Größenordnung von K1-Zentren geben, mit einer Laufzeit von maximal acht Jahren und maximal 1,7 Mio. Euro Bundesmittel pro Jahr. Für risikoreiche Forschung werden sogenannte "Comet-Module" eingerichtet, für die sich die Zentren bewerben können. Je "Comet-Zentrum" sind maximal zwei zusätzliche Module möglich.

Ziel: Weit weg vom Markt, viel Risiko

Die Module sollen über vier Jahre laufen und eine sehr hohe Förderquote von 80 Prozent (max. 500.000 Euro Bundesmittel pro Jahr) haben, "um auch wirklich das zu bekommen, was wir wollen: Forschung, die noch weit weg vom Markt ist, mit hohem Neuigkeitsgehalt und Risiko", betont man in der FFG. Die K-Projekte bleiben unter dem neuen Namen "Comet-Projekte" unverändert bestehen.

Die noch im April geplante nächste Ausschreibung des Kompetenzzentren-Programms erfolgt in einer Mischform von alten und neuen Regeln. Nachdem im kommenden Jahr die ersten drei genehmigten K2-Zentren nach zehn Jahren auslaufen, werden zum letzten Mal noch drei K2-Zentren ausgeschrieben. Die maximale Laufzeit wird aber bereits von bisher zehn auf acht Jahre reduziert, die maximale Bundesförderung von bisher 5 Mio. Euro auf 4 Mio. Euro.

Dafür können sich sowohl die bestehenden Zentren als auch neue Initiativen bewerben. Auf jeden Fall müssen in die Anträge für K2-Zentren "Comet-Module", also risikoreiche Forschungsvorhaben, integriert werden, die aber keine extra Förderung erhalten.

Führung für drei Generationen #GPDF17

Global Peter Drucker Forum 2017

Führung für drei Generationen #GPDF17

Rita McGrath: "Strategie ist noch wichtiger als bisher" #GPDF17

Global Peter Drucker Forum 2017

Rita McGrath: "Strategie ist noch wichtiger als bisher" #GPDF17

WU Wien - Für Stadt und Standort #GPDF17

Global Peter Drucker Forum 2017

WU Wien - Für Stadt und Standort #GPDF17