Innovationen: Woran Sie scheitern, welche Wege Erfolg versprechen

Innovationen: Woran Sie scheitern, welche Wege Erfolg versprechen

Intern Ideen entwickeln oder das Know How von Startups einkaufen?

Österreich liegt bei Innovation weit hinter Deutschland und der Schweiz. Wie größere Firmen an Innovationen herangehen, welche Hindernisse sie intern wie extern kämpfen und welche Wege sich häufig als erfolgversprechend erweisen.

Wie kommen neue Produkte, Verbesserungen für bestehende oder Ideen für Dienstleistungen zustande? Wie ist die beste Herangehensweise, um Innovationen zu schaffen? Das Beratungsunternehmen Pioneers hat dazu die Maßnahmen der Unternehmen untersucht, um Innovationen zu erlangen. Dafür wurden 104 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH befragt. Dazu wurden über 1.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 500 Millionen Euro erhoben. Jeder Teilnehmer beantwortete 35 geschlossene und offene Fragen über das Vorantreiben von Innovationen im jeweiligen Unternehmen. Sie wurden nach dem Gründen für ihre Entwicklungen, Erfolgsfaktoren für Innovationen und Hindernisse befragt.

Österreich im Ländervergleich weit hinten
Im Ländervergleich liegt Österreich bei der Größe dieser Teams weit hinter Deutschland und der Schweiz zurück. Während 75 Prozent der deutschen und 66 Prozent der Schweizer Unternehmen "etwas Größeres als ein Team" betreiben, tun dies nur 30 Prozent der österreichischen Unternehmen.

Die Studie zeigt, dass 90 Prozent der Unternehmen Innovationsteams, größere Abteilungen oder Einheiten aufgebaut haben, die aktiv am Thema Innovation arbeiten. Entweder durch interne Teams, Kooperationen mit Startups und anderen Unternehmen oder sogar in Zusammenarbeit mit Wettbewerbern.

Warum Unternehmen Innovation betreiben
Großunternehmen der DACH-Rgeion setzen auf Innovation, um Wettbewerbsvorteile zu gewinnen (82%), Umsatz zu steigern (57%) und sich an die Erwartungen der Kunden und Kundinnen anzupassen (51%).

Viele Innovationen scheitern an internem Widerstand
Obwohl viele Unternehmen versuchen, mithilfe von Intrapreneurship-Programmen, also der intern, durch die Förderung von Mitarbeitern, Innovation zu betreiben. Allerdings werden laut der Pioneers-Studie 65 Prozent der Projekte nicht erfolgreich umgesetzt, meist aufgrund von internem Widerstand. „Die Verbesserung der internen Innovationskultur sollte daher höchste Priorität haben“, folgern die Studienautoren.

Was die interne Innovationskraft steigert
Umfrageergebnisse weisen auf zwei Faktoren, die interne Innovationskulturen fördern: die Einbeziehung des Managements (79 Prozent der Befragten geben an, dass das Engagement der Führungskräfte für Intrapreneurship-Initiativen von entscheidender Bedeutung ist) und die Zusammenarbeit mit Startups.

Kooperation mit Startups: Worauf es ankommt
88 Prozent der befragten Unternehmen arbeiten mit Startups zusammen. Entscheidende Erfolgsfaktoren für Startup-Innovation sind ihrer Einschätzung nach klare Erwartungshaltungen (62%), Engagement der Führungskräfte (52%), Einsatz für die Kollaboration (48%), klare strategische Planung (41%) und schnelle Kommunikationswege (40%).

Wie die Startups ausgewählt werden, wie die Finanzierung abläuft
Viele Unternehmen veranstalten Pitch-Wettbewerbe (49%) oder Hackathons (39%), um eine große Anzahl potenzieller Kooperationspartner kennenzulernen. Den am besten geeigneten Startups werden daraufhin finanzierte PoCs (Proof of Concept bzw. Prüfung der Durchführbarkeit) (69%) sowie Zugang zu Daten (53%) und Kunden (59%) angeboten. Acceleratoren sind bei Unternehmen sehr beliebt: 41% der Befragten bieten eigene 6-12-monatige Programme und kombinieren somit die zuvor genannten Formate. Inkubatoren (13%) oder Arbeitsräume (19%) werden seltener angeboten.

Drei Viertel der Unternehmen arbeiten mit Startups zusammen
Die meisten Unternehmen (72%) suchen externe Unterstützung für Kollaborationen mit Startups. 38% beschäftigten externe Berater, rund 20% arbeiten mit Universitäten oder externen MentorInnen. Insgesamt sind Unternehmen, die externe Unterstützung einholen, mit den Ergebnissen zufriedener als diejenigen, die es nicht tun.

Wenn mehrere etablierte Unternehmen zusammenarbeiten, scheitert der Versuch oft
Wenn mehrere etablierte Unternehmen sich zusammentun, um neue Ideen und Produkte oder Technologien zu entwickeln, sollte das eigentlich eine gute Grundlage bilden. Dem ist allerdings nicht so. Obwohl 78 Prozent der befragten Teilnehmer bereits versucht hatten, sogenannte ‘Multi-Corporate’ Maßnahmen für gemeinsame Innovationen zu ergreifen, sind die Erfolgsraten wesentlich geringer, als bei Startup-Innovationsprojekten. 47 Prozent der Befragten begründen dies mit der Schwierigkeit, den richtigen Unternehmenspartner mit ähnlichen Zielen aus einer anderen Branche zu finden. Die Hauptziele der ‘Multi-Corporate’ Innovation sind Produktentwicklung (65%), Ökosystemaufbau (40%) und Prozessinnovation (40%).

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