Grazer Architekturfakultät kriegt eine Million Förderung bei FWF

Das Haus Fischer in der Steiermark ist laut TU Graz das erste Solarhaus in Österreich: Konrad Frey hat es im Jahr 1978 fertiggestellt. An der Architekturfakultät will man jetzt dessen theoretisches und experimentelle Werk erstmals systematisch aufarbeiten. Insgesamt fördert der Wissenschaftsfonds FWF an der Fakultät drei Projekte in der Gesamthöhe von einer Million Euro.

Grazer Architekturfakultät kriegt eine Million Förderung bei FWF

Seit Mitte der 1960er-Jahre hat der in Wien geborene (geb. 1934) und später in London und Graz tätige Architekt Konrad Frey Studien zur Nutzung alternativer Energiequellen in der Architektur durchgeführt. Den Anfang hat - vor dem Hintergrund der Ölkrise - das kleine Feriendomizil "Haus Fischer" am Grundlsee im steirischen Ausseerland gemacht. Alle Entscheidungen betreffend Konstruktion, Materialwahl und Form wurden hier unter dem Aspekt der Material- und Energieersparnis getroffen. An der Südwand kam eine Maßnahme hinzu, die das Gebäude zum ersten "Sonnenhaus" machte: eine massive, dunkle, verglaste Speicherwand, die dazu dient, die Sonnen- in Wärmeenergie umzuwandeln und über ein Wasserrohrnetz, das mit einer Fußbodenheizung verbunden ist, in das Haus zu leiten.

Am Institut für Umweltforschung in Graz widmete sich Frey ab 1974 der systematischen Erforschung alternativer Energiequellen, vor allem in der Solararchitektur, und experimentierte mit selbst entworfenen Sonnenkollektoren und innovativen Systemen zur Solarenergiespeicherung. Dennoch gab es bisher keine systematische Aufarbeitung seines künstlerischen und wissenschaftlichen Lebenswerkes. Diese Lücke soll nun unter der Leitung von Anselm Wagner in einem mehrjährigen Projekt geschlossen werden. Die Förderung des FWF für drei Jahre betrage 330.000 Euro, hieß es am Mittwoch im einer Mitteilung der TU Graz.

"In der sehr anwendungsorientierten Architektur sind Förderungen für Grundlagenprojekte eher eine Seltenheit", betonte Horst Bischof, Vizerektor für Forschung der TU Graz. Die Architekturfakultät kann sich noch über zwei weitere Drittmittelprojekte freuen: Im Rahmen des Projektes "Nagara Architektur - Form, Geometrie und Konstruktion" wird am Institut für Architektur und Medien eine besondere Form der indischen Sakralarchitektur untersucht und digital rekonstruiert. Ziel sei die vollständige Baudokumentation ausgewählter in Stein errichteter Monumente im nordindischen Bundesstaat Himachal Pradesh.

Am Institut für Zeitgenössische Architektur der TU will das Projekt "Das Unberechenbare - Kunst im Zeitalter der Algorithmen" wissenschaftliche und kreative Praktiken auf einander zuführen. Im Mittelpunkt stehe die Frage, was Kunst zum zunehmend computerisierten, datenorientierten Wissenswachstum beitragen kann und wie sie dem Unberechenbaren dennoch ausreichend Raum verschaffen kann.

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