Globaler Innovationsindex: Europa bleibt an der Spitze

Globaler Innovationsindex: Europa bleibt an der Spitze

Der neue Globale Innovationsindex GII der Weltorganisation für geistiges Eigentum zeigt wieder einmal die Bedeutung von Innovation für Europa auf: Unter den zehn innovativsten Staaten der Welt liegen acht aus Europa. Österreich rangiert wie im Vorjahr auf Platz 21.

Innovation ist europäisch, Europa ist Innovation. Wie wichtig die Themen Technologie und Innovation für den Kontinent sind, das zeigt der neue Globale Innovationsindex (GII) der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO): Unter den zehn innovativsten Ländern sind in dem Ranking mit den USA auf Rang 3 und Singapur auf Platz 8 nur zwei nicht-europäische Länder vertreten. Unter 20 führenden Staaten sind immer noch 12 aus Europa.

Allerdings verschieben sich die Platzierungen doch deutlich und die Frage ist, wie lange Europa seine führende Position noch behaupten kann. Schon heute befinden sich die meisten Top-Wissenschafts- und Technologiecluster befinden sich in den USA und China. Der Aufstieg Chinas zur Technologiemacht ist im GII-Ranking auch deutlich herauszulesen. "Der GII zeigt uns, dass Länder, die Innovationen in ihrer Politik Priorität einräumen, in ihrem Ranking deutlich aufgestiegen sind", so Francis Gurry, Generaldirektor der WIPO. "Der Aufstieg von Wirtschaftsmächten wie China und Indien im GII hat die Geographie der Innovationen verändert, was bewusste politische Maßnahmen zur Innovationsförderung widerspiegelt."

Musterland Schweiz

Angeführt wird das zum zwölften Mal erstellte Ranking, für das 129 Länder und deren Wirtschaft anhand von 80 Indikatoren untersucht wurden, wie schon in den vergangenen neun Jahren von der Schweiz, Schweden verbesserte sich dank seiner hoch entwickelten Infrastruktur, seines innovativen Unternehmenssektors und den Ergebnissen in Wissen und Technologie von Platz 3 auf 2. Deutschland ist weltweit unverändert auf Rang 9 und stagnierte auch in Europa auf Platz 7.

Österreich liegt im GII-Rankig 2019 wie schon im Vorjahr auf Platz 21. Im reinen Europavergleich hat Österreich einen Platz an Island verloren und liegt nun an 13. Stelle.

Zu den 80 untersuchten Faktoren gehören neben von traditionellen Bewertungen wie Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen und internationalen Patent- und Markenanmeldungen auch neuere Indikatoren wie die Entwicklung von Apps für Mobiltelefone und Exporte von Hightech-Produkten.

GII - Globaler Innovationsindex 2019

GII - Globaler Innovationsindex 2019

Die führende Position der Schweiz begründet die Organisation mit deren solider, starker Leistung, die zu hervorragenden Innovationsergebnissen, einschließlich Patentanmeldungen, Eingängen von geistigem Eigentum und Hightech-Produkten in der Fertigung führt.

Der GII identifiziert Indien, Südafrika, Chile und Singapur als regionale Führer. China, Vietnam und Ruanda führen jeweils ihre Einkommensgruppen an.


Die wichtigsten Erkenntnisse des GII 2019

  • Die globale Landschaft von Wissenschaft, Innovation und Technologie hat in den letzten Jahrzehnten wichtige Veränderungen erfahren. Volkswirtschaften mit mittlerem Einkommen, insbesondere in Asien, tragen über das Internationale Patentsystem der WIPO zunehmend zur globalen Forschung und Entwicklung (FuE) und zur Anzahl von internationalen Patentierungen bei.
  • Die öffentlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung steigen - insbesondere in einigen Volkswirtschaften mit hohem Einkommen - langsam oder gar nicht. Das wirft Bedenken auf, da der öffentliche Sektor eine zentrale Rolle bei der Finanzierung von Grundlagenforschung für Forschung und Entwicklung und Blue-Sky-Forschung spielt, die für künftige Innovationen von entscheidender Bedeutung sind.
  • Ein zunehmender Protektionismus birgt Risiken. Wenn er nicht eingeschränkt wird, wird dies zu einer Verlangsamung des Wachstums der Produktivität von Innovation und deren weltweiten Verbreitung führen.
  • Innovationsinput und -output sind nach wie vor auf sehr wenige Volkswirtschaften konzentriert. Die Unterschiede bestehen unter anderem auch darin, wie effektiv die Volkswirtschaften die Rendite ihrer Investitionen in Innovationen erzielen. Einige Volkswirtschaften erreichen mit weniger mehr.
  • Die meisten Top-Wissenschafts- und Technologiecluster befinden sich in den USA, China und Deutschland, wobei auch Brasilien, Indien, der Iran, die Russische Föderation und die Türkei unter den Top 100 rangieren. Die führenden fünf Cluster sind: Tokyo-Yokohama (Japan); Shenzhen-Hong Kong, China (China); Seoul (Republik Korea); Beijing (China); San Jose-San Francisco (USA).
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