Josef Penninger: Forscher bringen "Revolutionen"

Josef Penninger: Forscher bringen "Revolutionen"

Josef Penninger: "Unglaubliche Fortschritte in der Wissenschaft

Aids ist kein Todesurteil mehr, Hepatitis C wird heilbar und das Genom eines Menschen kann in wenigen Stunden sequenziert werden - es mangelt nicht an Erfolgsstorys aus den Lebenswissenschaften.

In den Lebenswissenschaften habe man in den vergangenen Jahren unglaubliche Fortschritte gemacht, erklärte Josef Penninger, Direktor des Instituts für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Wien. Entsprechend viel gebe es zu berichten.

Gerade in Bezug auf Österreich kommen Studien durchwegs zum Schluss, dass weite Teile der Bevölkerung der Wissenschaft sehr viel Skepsis entgegenbringen. Auch in den USA sei eine solche Entwicklung spürbar, erklärte der Vizechef der US-Pharmafirma Gilead, der österreichische Biochemiker Norbert Bischofberger. Großen Zulauf verzeichnen dort etwa Strömungen, die die Evolutionstheorie aus religiösen Gründen ablehnen, sowie Impfskeptiker, so der Forscher, der das Grippe-Medikament "Tamiflu" in den 1990er Jahren entwickelt hat. "Man muss die Bevölkerung hier weiterbilden" und erklären, was die Wissenschaft für die Gesellschaft leistet, so Bischofberger.

Seine Firma hat mit dem Präparat Sovaldi vor rund zwei Jahren ein Mittel zur Behandlung von Hepatitis C auf den Markt gebracht, das als Durchbruch gilt. Für Schlagzeilen sorgte aber weniger der wissenschaftliche Erfolg, sondern der Preis für die Behandlung von 50.000 bis 60.000 Euro.

Für Penninger geht es in der Forschungskommunikation auch darum, die Wichtigkeit des eigenen Tuns in der Grundlagenforschung herauszustreichen. Als Chef eines von der öffentlichen Hand geförderten Instituts, müsse man Budgets immer wieder mit politischen Entscheidungsträgern verhandeln. Da sei eine Medienpräsenz hilfreich.

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