FFG: Hohe Nachfrage nach Forschungsgeldern

Die FFG hat heuer bereits um 20 Prozent mehr Anträge auf Forschungsförderung. Weitere Projektförderungen wurden als "Emergency Call" zu Coronavirusforschung für Anfang Juni angekündigt.

FFG: Hohe Nachfrage nach Forschungsgeldern

Wien. Mit 618 Mio. Euro unterstützte die Forschungsförderungsgesellschaft FFG im Jahr 2019 Forschungsvorhaben. Das ist exakt jene Summe, die auch 2018 vergeben wurde. Heuer ist trotz Coronakrise "die Nachfrage ungebrochen hoch und steigt sogar weiter", so FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner. In den Basisprogrammen gibt es bisher um 20 Prozent mehr Projektanträge gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019.

Die im Vorjahr ausgeschüttete Fördersumme betrug 773 Mio. Euro, wovon 155 Millionen Euro in den Breitbandausbau flossen, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Förderstatistik 2019 der auf wirtschaftsnahe Forschung, Innovationen und Technologieentwicklung spezialisierten Förderagentur. Die Anzahl der geförderten Projekte lag demnach bei über 3.800.

In Forschungsprojekte floss mit 618 Millionen die gleiche Summe wie 2018. 63 Prozent dieser Mittel (392 Mio. Euro) gingen an Unternehmen, davon 169 Mio. Euro oder 27 Prozent der Gesamtsumme an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und 223 Mio. Euro (36 Prozent) an Großunternehmen. Gefördert wurden u.a. fast 700 Start-ups. Kompetenzzentren erhielten 84 Mio. Euro (14 Prozent des Gesamttopfes), auf Hochschulen entfielen 75 Mio. Euro (zwölf Prozent). In Richtung Forschungseinrichtungen flossen 53 Mio. oder neun Prozent der Forschungsprojekte-Förderung.

Mit 180 Mio. Euro an bei der FFG eingeworbenen Forschungsgeldern lag im Vorjahr die Steiermark vorne. In Wien wurden 137 Mio. Euro und in Oberösterreich 128 Mio. Euro ausgeschüttet. Niederösterreich folgt mit Respektabstand (59 Mio. Euro) vor Tirol (40) und Kärnten (29). Am unteren Ende des Bundesländer-Reigens rangieren nahezu gleichauf Vorarlberg und Salzburg (19 Mio. Euro bzw. 18 Mio. Euro) vor dem Burgenland mit 4 Mio. Euro.

Im Zuge der Coronakrise wickelt die FFG auch den mit 26 Mio. Euro dotierten "Emergency Call" der Bundesregierung ab. Das Auftreten des Coronavirus "hat auch gezeigt, wie wichtig ein gutes Innovationssystem und eine gute Zusammenarbeit von Wirtschaft, Instituten, zivilgesellschaftlichen Organisationen und der öffentlichen Hand ist. Unsere Rolle als Forschungsförderer ist geschätzter denn je", sagte FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth zur APA. Nach den ersten Förderzusagen im Rahmen des Calls Ende April werden Anfang Juni die nächsten Projekte folgen.

Dass der Forschungsförderung aufgrund der Corona-bedingt exorbitant gestiegenen Staatsausgaben Kürzungen bevorstehen, glaubt Pseiner nicht: "Denn die durch Covid-19 ausgelöste weltweite Krise zeigt die Verletzlichkeit und mangelnde Resilienz unseres Wirtschaftssystems auf. Forschung ist der Lösungsansatz und gleichzeitig ein Konjunkturmotor." Für das heimische Innovationssystem und für die forschenden Unternehmen seien "sowohl Planungssicherheit als auch ein Wachstumspfad für Forschung und Entwicklung" momentan besonders wichtig.

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