FFG zieht Bilanz: Unis und Länder haben noch "Luft nach oben"

FFG zieht Bilanz: Unis und Länder haben noch "Luft nach oben"

FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth: "Ich wünsche mir, dass noch mehr Hochschulen aus der Komfortzone herauskommen und Drittmittel einwerben, da geht noch mehr"

Die Unis sollen "aus ihrer Komfortzone heraus kommen", heißt es von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG, auch bei den Bundesländern gebe es nach oben noch Spielraum. Im folgenden Jahr müsse man wohl viele gute Projekte ablehnenen, weil das Budget zu knapp ist.

Die Forschungsförderungsgesellschaft FFG sieht bei so manchen Unis und Bundesländern "noch Luft nach oben". Im Wettbewerb um die FFG-Fördermittel seien im Hochschulbereich vor allem die drei technischen Unis erfolgreich, bei den Bundesländern Wien, Steiermark und Oberösterreich "starke Player". Bei den anderen "geht noch mehr", hieß es am Mittwoch bei der Bilanzpressekonferenz der FFG in Wien.

465 Mio. Euro (2014: 460 Mio. Euro) hat die FFG im vergangenen Jahr an Förderungen ausbezahlt, rund 2.800 Projekte mit einer Fördersumme von 473 Mio. Euro wurden neu bewilligt. 2014 lagen die Förderzusagen noch bei 620 Mio. Euro, darin war aber eine 104 Mio. Euro schwere Bewilligung für das Kompetenzzentren-Programm "Comet" enthalten.

Von den Förderzusagen in Höhe von 473 Mio. Euro gingen 326 Mio. Euro an Unternehmen, 71 Mio. Euro an Forschungseinrichtungen (davon 17 Mio. Euro für das Comet-Programm) und 63 Mio. Euro an Hochschulen. Der Anteil der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an den FFG-Förderungen lag bei 73 Prozent, von den rund 1.200 geförderten KMU waren 38 Prozent Erstantragsteller.

Gut bewertete Projekte müssen abgelehnt werden

FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth bezeichnete die Budgetentwicklung als "stabile Seitwärtsbewegung", man habe damit "ein Niveau, das wir hoffentlich halten können". Die Vorschau für das laufende Jahr geht von Förderzusagen in Höhe von 529 Mio. Euro und Auszahlungen in Höhe von 440 Mio. Euro aus. Damit könne die FFG nicht alle bedienen, es müssten sehr gut bewertete Projekte abgelehnt werden. "Mehr Geld wäre im österreichischen Innovationssystem platzierbar", so Egerth.

Dafür hofft die FFG quasi auf Druck von der Basis: Wenn es zusätzliche Nachfrage gebe, könnte man damit der Bundesregierung aufzeigen, welche Möglichkeiten es gebe, meinte FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner.

Ad Unis: "Da geht noch mehr"

Durchaus mehr Möglichkeiten sieht die FFG etwa bei den Universitäten, deren Anteil an der Gesamtförderung 2015 bei 57 Mio. Euro lag. Neben den Spitzenreitern (den Technischen Universitäten Wien und Graz sowie der Montanuni Leoben) holen sich noch die Unis Linz und Innsbruck sowie die Universität für Bodenkultur nennenswerte Mittel von der FFG. "Ich wünsche mir, dass noch mehr Hochschulen aus der Komfortzone herauskommen und Drittmittel einwerben, da geht noch mehr", sagte Egerth.

Auch wenn die FFG im ganzen Bundesgebiet aktiv ist, sieht Pseiner neben den Spitzenreitern Wien, Steiermark und Oberösterreich bei den anderen Bundesländern "nach oben Spielraum gegeben". Vor allem für ländliche Regionen überlege man, wie man dort Innovation fördern könne. In Ried im Innkreis (OÖ) und in Jennersdorf (Burgenland) sei es beispielsweise gelungen "zusätzliche Dynamik" zu erzeugen und Unternehmen, die aus Gewerbebetrieben hervorgegangen sind, mit Förderungen zu regelmäßigen Innovationsleistungen zu bringen.

Inhaltlich lagen die Schwerpunkte der Fördertätigkeit auf Produktion (24 Prozent der Gesamtförderung), Informations- und Kommunikationstechnologie (18 Prozent) sowie Energie und Umwelt (17 Prozent). Diese drei Bereiche hätten in den vergangenen Jahren auch deutlich zugelegt.

Die vom Finanzministerium vergebene Forschungsprämie, für die die FFG die Gutachten erstellt, läuft nach Ansicht Pseiners "extrem gut". Das Verfahren laufe rasch, zwischen 2013 und 2015 seien rund 6.200 Gutachten erstellt worden. 85 Prozent davon seien von KMU gekommen, der Rest von Großunternehmen.

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