Studie: Bezahlen per Fingerabdruck steht vor dem Durchbruch

Studie: Bezahlen per Fingerabdruck steht vor dem Durchbruch

Beim Shoppen per Smartphone und Tablet-PC brechen 80 Prozent der Kunden den Bezahlvorgang ab. Experten meinen, die Lösung gefunden zu haben: Der Konsument soll mit seinem Fingerabdruck bezahlen.

Moderne Konsumenten lieben es, in der U-Bahn, auf dem Sofa oder im Bett mit dem Smartphone oder Tablet-PC durch diverse Online-Shops zu Stöbern. Für den Handel ist dies eine positive Entwicklung, denn die Anbieter können nun potenzielle Kunden auch außerhalb der regulären Ladenöffnungszeiten erreichen – allerdings hat die Sache einen Haken: Die meisten Menschen schauen sich die Produkte lediglich an, gekauft wird nur selten. Der aktuellen Studie „TMT Predictions 2016“ von Deloitte zufolge brechen 80 Prozent der Mobile-Kunden den Kaufvorgang ab. Knackpunkt ist in den meisten Fällen das Bezahlen, denn das Eingeben von Kreditkartendaten kann für Kunden auf dem kleinen Smartphone-Bildschirm ein äußerst lästiges Unterfangen sein.

Damit ist bald Schluss, prognostiziert Deloitte.

Die Lösung sehen die Experten im so genannten „Touch-based Payment“ – darunter wird verstanden, dass die Kunden mit wenigen Tippsern auf dem Bildschirm, beziehungsweise dem Hinterlassen des eigenen Fingerabdrucks bezahlen. Ein Log-In auf der Website des Online-Shops ist dann ebensowenig nötig wie das lästige Eingeben der Kreditkartendaten.

Unterschieden wird zwischen zwei Arten von „Touch-based Payment“. Bei der ersten Variante handelt es sich um Lösungen, die direkt in das Betriebssystem des Smartphones integriert sind. So ist es unter vielen Nutzern üblich, dass sie auf ihren Geräten die eigenen Kreditkartendaten hinterlassen haben, weil sie dadurch Apps in den Shops von Apple und Google einkaufen können. Zudem verfügen immer mehr moderne Smartphones über einen integrierten Fingerabdruck-Scanner: Die Studienautoren gehen davon aus, dass heuer 450 Millionen Geräte dieser Art verkauft werden, schon heute seien „hunderte Millionen“ Gadgets mit integriertem Fingerabdruck-Scanner auf dem Markt.

Bei der zweiten Variante übernehmen Drittanbieter aus dem etablierten Bereich der Payment-Lösungen den Zahlungsvorgang. Der Nutzer muss sich dazu einmalig bei dem besagten Zahlungsanbieter einloggen und kann daraufhin im Online-Shop mit nur einem Klick bezahlen. Auch wenn die erste Variante den Großteil des Touch-Paymentmarktes ausmacht, erwarten die Studienautoren 150 Prozent Wachstum für die Lösungen der Drittanbieter – Ende 2016 soll es hier 50 Millionen reguläre Kunden geben.

Wie sehr sich die Situation durch das Outsourcen des Payment-Prozesses für die Online-Händler verbessert, erläutert ein Shop-Besitzer im Rahmen der Studie: Als er den Bezahlvorgang noch selbst verwaltete, dauerte dies 103 Sekunden; mit der ausgelagerten Lösung hat der Kunde bereits nach 17 Sekunden bezahlt – und der Shop-Besitzer hat einen Umsatz gemacht, der ihm sonst mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent entgangen wäre.

Bernecker & Rainer (B&R)

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