AVL und kanadische Westport kooperieren bei Entwicklung

Der Grazer Motorenentwickler und Prüftechnikspezialist AVL und die im kanadischen Vancouver ansässige Westport haben eine Vereinbarung zur Kooperation bei der Weiterentwicklung von Hochdruck-Einspritzungen (HPDI) unterzeichnet. Die Zusammenarbeit soll sich auf die nächste HPDI-Technologiegeneration konzentrieren.

AVL und kanadische Westport kooperieren bei Entwicklung

AVL-Chef Helmut List: Es geht darum, "Wege zu finden, um die Treibhausgasemissionen einschließlich CO2-Ausstoß kostengünstig zu reduzieren und dabei gleichzeitig auch die konventionellen Emissionen zu senken".

Mit dieser Vereinbarung wollen die beiden Unternehmen ihre Kompetenzen bündeln, um das von Westport entwickelte Erdgas-Einspritzsystem HPDI 2.0 mithilfe des Know-hows von AVL "zügig" weiterzutreiben. Der Industrietrend gehe in Richtung der nächsten Generation solcher Systeme.

Nutzfahrzeuge als erdgasbetriebene Modelle mit HPDI 2.0-Technologie anzubieten sei eine der kosteneffektivsten Lösungen für Zulieferer (OEM), um auf die Auswirkungen verkehrsbedingter Treibhausgasemissionen zu reagieren, erklärte Westport-Geschäftsführer David Demers. Die Direkteinspritzung sei mit den modernsten Dieselmotoren der Welt kompatibel. Bei Verwendung von Bio-Erdgas wie etwa Deponiegas kann mit dieser Technologie der Ausstoß von Treibhausgasen gegenüber vergleichbaren Diesel-Lkw um mehr als 80 Prozent gesenkt werden.

Für AVL-Chef Helmut List geht es in der Nutzfahrzeugindustrie darum, "Wege zu finden, um die Treibhausgasemissionen einschließlich CO2-Ausstoß kostengünstig zu reduzieren und dabei gleichzeitig auch die konventionellen Emissionen zu senken". Die Zusammenarbeit zwischen AVL und Westport erfolgt auf Basis gemeinsamer Technologie-und Entwicklungsprozesse. Zur langfristigen Ausrichtung gründen die beiden Unternehmen ein strategisches Steuerungsgremium ("Strategic Governance Group"). OEM-Kunden werden die HPDI-2.0 Technologie weiterhin direkt von Westport beziehen, hieß es.

Westport entwickelt Erdgasmotoren und Erdgasfahrzeuge und arbeitet u.a. mit Volvo, General Motors, dem indischen Konzern Tata und der russischen GAZ zusammen. Der Umsatz betrug nach Firmenangaben 2014 rund 1,086 Mrd. US-Dollar (969,47 Mio. Euro). Die weltweit tätige AVL beschäftigte 2014 mehr als 7.470 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz betrug rund 1,15 Mrd. Euro.

Wie selbstfahrende Autos bald Realität werden könnten

In Wien haben sich 500 Experten getroffen, um sich darüber auszutauschen, …

Filter für Lüftungsanlagen als Virenschutz: Das oberösterreichische Unternehmen Kappa Filter Systems verspricht 97-prozentigen Schutz vor Infektionen.

Luftfilter aus Österreich geben Corona-Schutz ohne 3-G-Regel

Mit dem Wavebionix hat das oberösterreichische Unternehmen Kappa Filter …

Advertorial
Marcus Riedler, Partner Consulting bei Deloitte Österreich

„Bei jeder Innovation sollte der Kunde im Mittelpunkt stehen“

Deloitte-Experte Marcus Riedler über den Stellenwert von Innovation im …

Immobilien-Entwickler Andreas Stumbauer mit VR-Brille bei der virtuellen Besichtigung der einzelnen Wohnungen

Energieautarkie: Neben der Altstadt beginnt die Zukunft

Unter dem Namen „Freiraum Freistadt“ entsteht im Mühlviertel eine …