Milliardengeschäft Raumfahrt: Elon Musks Pläne zur Besiedlung des Mars

Milliardengeschäft Raumfahrt: Elon Musks Pläne zur Besiedlung des Mars

Elon Musk, der innovative Unternehmer hinter Tesla und SpaceX, möchte mit einem gewaltigen Raumschiff den Mars besiedeln. Für ihn und seinen Konkurrenten Jeff Bezos ist die Raumfahrt ein Milliardengeschäft, und auch Österreicher träumen von den unendlichen Weiten des Weltraums.

Schon vorab war in diversen Branchenmedien darüber spekuliert worden, nun hat Elon Musk die Katze aus dem Sack gezaubert: Mit seinem neuen "Interplanetary Transport System" (ITS) möchte der Gründer des Elektroauto-Herstellers Tesla und des Weltraum-Unternehmens SpaceX den Mars besiedeln. Konkrete Pläne dazu stellt er in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz vor (wie das untenstehende Video der Präsentation zeigt).

Wenn es einmal fertig ist, soll das Raumschiff alles bisher Gebaute in den Schatten stellen: Mit einer Länge von 122 Metern und einem Hüllendurchmesser von zwölf Metern soll es Platz für hundert Weltraumreisende bieten. Zum Vergleich: die Internationale Raumstation ISS kommt nur auf 109 Meter Spannweite und wird bloß von einer handvoll Astronauten bewohnt. Für den Flug zum Mars soll die ITS zwischen 80 und 150 Tagen brauchen.

Bei den genannten Plänen geht es für Musk um nichts Geringeres als das Überleben der Menschheit: Wenn unsere eigene Heimat, die Erde, durch Umweltkatastrophen, Kriege oder Meteoriteneinschläge zerstört wurde, soll die menschliche Spezies auf anderen Planeten weitermachen können. Schon 2018 soll eine erste Kapsel des Typs "Dragon" zum Mars fliegen, mit regelmäßigen Flügen will Musk innerhalb von 40 bis 100 Jahren bis zu eine Million Menschen auf den Mars bringen - wenn sich genug Menschen für die Mars-Kolonie melden, könnte der Preis eines Tickets auf 200.000 Dollar sinken. Kosteneffizient soll das Vorhaben auch dadurch werden, dass Teile wiederverwendet werden. Ein Konkurrent von SpaceX, das sich im Besitz von Amazon-Gründer Jeff Bezos befindende Weltraumunternehmen Blue Origin, hatte bereits vor ein paar Monaten erfolgreich eine wiederverwendbare Rakete getestet.

Noch mag dies alles wie eine utopische Spinnerei klingen - doch die Visionen und Konzepte von Unternehmern wie Musk und Bezos haben auch einen beinharten Business-Hintergrund: Denn Raumfahrtorganisationen wie die NASA sind knapp bei Kasse und daher auf die Hilfe privater Anbieter angewiesen, um den Weltraum zu erobern. Wer hier in vorderster Front mit mischt, kann am wachsenden Kuchen naschen: Weltweit dürften die staatlichen Raumfahrt-Investitionen laut Steve Bochinger vom Branchendienst Euroconsult in den nächsten Jahren im Schnitt zwar um gut zwei Prozent wachsen und im Jahr 2024 gut 81 Milliarden US-Dollar (73,97 Milliarden Euro) erreichen. Unter anderem geht es dabei um Versorgungsflüge zur internationalen Raumstation ISS, sowie um neue Satelliten.

Bezos gegen Musk: Das Rennen der Wirtschaft um den Weltraum. Klicken Sie auf das Bild, um mehr zu erfahren.

Auch Österreich träumt von unendlichen Weiten

Auch Österreich springt auf den Weltraumzug auf: Im Wien trafen sich Anfang diesen Jahres internationale Weltraum-Experten, um über eine Besiedlung des Mars zu diskutieren; im Rahmen des niederländischen Mars-Besieldungsprojektes "Mars One" will ein steirischer Unternehmer zu den ersten Bewohnern des roten Planeten werden. Für eine weitere Konferenz zwischen 3. und 7. Oktober werden hundert Astronauten und Kosmonauten nach Wien kommen (Informationen dazu unter diesem Link).

In einem sehr kurzweiligen Vortrag auf der Innovationskonferenz TEDxVienna im Jahr 2015 sprach auch Gernot Grömer, Präsident des Austrian Space Forum, über die menschlichen Ambitionen zur Besiedlung der Mars: Laut ihm ist der erste Mensch, der seinen Fuß auf den roten Planeten setzen wird, bereits geboren. In dem folgenden Video erläutert der heimische Experte, wie er und sein Team das Leben und Arbeiten auf dem fremden Planeten proben.

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