Workplace by Facebook: So nutzen Sie Facebook im Büro

Workplace by Facebook: So nutzen Sie Facebook im Büro

Gruppen, Chats und Profile: Was viele Menschen aus dem Privatleben kennen, das soll nun auch im Büroalltag funktionieren.

Mit seinem neuen Produkt "Workplace by Facebook" will Mark Zuckerberg seine Dienste nun auch für Firmenkunden attraktiv machen. Ein Überblick zu den Funktionen, Sicherheitsoptionen, Pricing und Alternativen.

Am Arbeitsplatz der Zukunft reden die Menschen nicht mehr miteinander, stattdessen chatten sie und teilen Dokumente über digitale Kanäle - so, wie sie es aus dem Privatleben von sozialen Netzwerken wie Facebook gewohnt sind. Viele IT-Konzerne bemühen sich, ihren B2B-Kunden entsprechende Collaboration-Lösungen als "Facebook für Unternehmen" schmackhaft zu machen, nun geht das weltweit größte soziale Netzwerk selbst in die Offensive: Über "Workplace by Facebook" können Mitarbeiter auf eine ähnliche Art miteinander kommunizieren wie sie es schon aus ihrem Privatleben kennen. Die Lösung ist nun offiziell für alle Kunden verfügbar, davor hatte es seit Anfang 2015 eine Testphase mit ausgewählten Kunden gegeben (trend.at berichtete).

Die Funktionen von Workplace by Facebook

Integriert sind bekannte Elemente wie Newsfeed, Gruppen, Chats oder Live-Video - der Schulungsaufwand dürfte sich also für all jene in Grenzen halten, die das Produkt schon aus ihrer Freizeit kennen. Unterschiede zum Consumer-Produkt gibt es dennoch: So fällt auf, dass die dominierende Farbe nicht das berühmte Blau, sondern ein trister Grauton ist - passend zum Büroalltag vieler Menschen, könnte man hier sarkastisch meinen.

Zudem betont Facebook, dass man beim B2B-Produkt viel Wert auf Sicherheit legt: Die beruflichen Accounts sind von den privaten Accounts getrennt, es wird keine Werbung ausgespielt, die Daten bleiben beim Kunden und können laut Facebook bei Bedarf über standardisierte Schnittstellen jederzeit exportiert werden.

Preise: Gratis für NGOs und Schulen

Diese Features haben ihren Preis: Laut Website zahlen Kunden bei bis zu 1000 Nutzern monatlich drei Dollar pro Account, zwischen 1001 und 10.000 Nutzern zwei Dollar und bei über 10.001 Nutzern einen Dollar pro Arbeitsplatz. Darin integriert sind unlimitierter Speicherplatz, Möglichkeiten zum Monitoring durch IT-Verantwortliche und 1:1-Support durch Administratoren. Für NGOs und Institutionen aus dem Bildungsbereich ist die Nutzung gratis.

Die Alternativen: Yammer, Jam und Slack

Wer sich unwohl dabei fühlt, seine Firmendaten in die Hände von Mark Zuckerberg zu legen, für den gibt es Alternativen, die bereits länger am Markt bestehen. Dazu gehören etwa das Collaboration-Tool Yammer des IT-Konzerns Microsoft oder die Lösungen von Unify, welches einst Teil von Siemens war, sich dann abspaltete und schließlich vom IT-Unternehmen Atos übernommen wurde. Eine weitere weit verbreitete Lösung ist Slack (Standardpreis: 6,67 Dollar pro Monat und Nutzer), eine österreichische Lösung kommt vom Wiener Start-up Grape (standardmäßig 2 Euro pro Nutzer und Monat).

XXXLutz Marketingleiter Thomas Saliger (li.) und Premedia-CEO Wolfgang Erlebach.

Wirtschaft

Digitalisierung bei XXXLutz: Werbung automatisch persönlich

Kommentar
Ingo Kipker

Management Commentary

Banken und FinTechs: Goldene Zeiten für Kreditnehmer

Recht

So hart könnte ein neues Urteil über persönliche Daten Firmen treffen

Kommentar
Warum „Guided Selling“ Kunden zufriedener macht

Management Commentary

Warum „Guided Selling“ Kunden zufriedener macht