Wien plant 1000 neue Stromtankstellen

Wien plant 1000 neue Stromtankstellen

Strom tanken mit E-Autos ist in der Bundeshauptstadt Wien noch allzu oft ein Suchspiel.

Die Stadt Wien will einem möglichen Anstieg der Neuzulassungen bei Elektroautos Rechnung tragen. Um Kosten zu sparen, sollen die neuen E-Tankstellen auch bei Ampelanlagen installiert werden. Und auch Tesla-Fahrer werden die neuen Stromtankstellen nutzen können - entgegen anders lautenden Meldungen (korrigierte Fassung).

Wien. Die Stadt Wien rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Elektroautos und arbeitet an einem neuen Konzept für ein flächendeckendes E-Tankstellennetz. Bis zu 1000 neue Stromtankstellen sollen demnach in den kommenden zwei Jahren in der Bundeshauptstadt entstehen, wie Harald Bekehrti, Leiter der Magistratsabteilung 33 gegenüber Radio Wien erklärt hat.

Bestehende Infrastruktur nutzen

Um die neuen Stromtankstellen kostengünstig zu errichten, will der Magistrat auf bestehende Infrastruktur zurückgreifen. In der Nähe von Ampelanlagen und öffentlicher Beleuchtung, wie Bekehrti erklärte, könnten seien die Standort für E-Tankstellen geplant. Innerhalb der nächsten "sechs bis acht Wochen" werden wir das Projekt der Öffentlichkeit präsentieren, erklärt Bekehrti im Gespräch mit trend.at.

Der Ausbau des E-Tankstellennetzes wird sich aber an der Verbreitung der E-Autos orientieren. Derzeit halten sich die Registrierungen aber noch in Grenzen. Nur 0,6 Prozent der neu zugelassen Autos sind derzeit E-Fahrzeuge.

Dabei soll das bereits bestehende Schaltkastennetz genutzt werden. Daneben sollen die entsprechende Parkplätze für das Aufladen der E-Autos reserviert werden. Entgegen anders lautenden Meldungen, sollen alle E-Autobesitzer im Wiener E-Tankstellennetz ihre Akkus aufladen können, wie Magistrats-Chef Bekehrti im Gespräch mit trend.at betont. "Wir werden definitiv keinen Hersteller ausschließen", sagt der MA 33-Chef.

Bei den Stromtankstellen des Typ Zwei mit normierten Steckern. Bis maximal vier Stunden können E-Autobesitzer ihre Autos im Wiener E-Tankstellennetz aufladen. Danach müssen sie den Platz räumen. Die durchschnittliche Ladedauer bei ganz leerem Akku beläuft sich derzeit bei bis zu vier Stunden.

Standorte und Bezahlung per App

Im Zuge der Errichtung des E-Tankstellennetz sollen zuerst alle bestehenden Standorte neu katalogisiert und zugänglich gemacht werden. Eine Smartphone-App soll für mehr Überblick sorgen. Die MA 33 will so alle Ladestationen der Stadt auflisten, die sowohl öffentlich als auch privat betrieben werden. Laut Bekehrti sind im Moment viele Standorte kaum auffindbar, etwa wenn sie sich in Parkgaragen befinden.

Die Smartphone-App ist mehr denn je notwendig. Automobilhersteller sowie E-Autofahrer kritisieren immer wieder, dass die Infrastruktur der Stromtankstellen in der Bundeshauptstadt eher mangelhaft ist. Und oft werden E-Tankstellen ausgewiesen, wo sich in Wirklichkeit keine befinden.

Die App soll außerdem eine integrierte Zahlungsfunktion enthalten, mit der die Nutzer die Aufladung des Akkus bargeldlos bezahlen können.

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