7 einfache Tipps um Cyberattacken zu verhindern

7 einfache Tipps um Cyberattacken zu verhindern

Viele Kleinigkeiten machen die Summe, um Firmen besser vor virtuellen Attacken von außen zu schützen.

Auch Firmen, die kein Geld haben, um in Cybersicherheit zu investieren, können Maßnahmen treffen, um zumindest die "Einfallstore" zu verringern. Experten geben wichtige Tipps.

Die Angst von Unternehmern steigt, Ziel einer Cyberattacke zu werden. Laut einer Umfrage des Wirtschaftsprüfungsunternehmen PwC haben Manager mittlerweile mehr Angst vor Cyberkriminellen als vor steigenden Steuern und Protektionismus und anderen neuen Bedrohungsszenarien wie Terrorismus und Klimawandel.

Wie real diese Gefahr für heimische Unternehmen ist, lässt sich am Beispiel eines Unternehmens der Maschinenbauindustrie, die Österreich-Tochter der deutschen Pilz-Gruppe, ablesen, das anlässlich einer Veranstaltung zum Thema Cybercrime von Leitbetriebe Austria, IT-Spezialist Ebcont und PwC Österreich, von seinen Erfahrung des Managements aus einem nur wenige Wochen zurückliegenden Cyberangriff berichtete.

Milliarden-Geschäft Cyberkriminalität
„Präventionsmaßnahmen sind ein Muss, um das Risiko deutlich zu senken und vor allem auch den potenziellen Schaden erfolgreicher Angriffe zu limitieren", erklärt Leitbetriebe Austria-Geschäftsführerin Monica Rintersbacher. Das Geschäft der Kriminellen floriert. Mit Cybercrime werden laut PwC weltweit jährlich rund 1,5 Billionen Dollar verdient. "Dagegen ist der globale Drogenhandel ein Micky-Maus-Geschäft. Noch dazu ist das Risiko, geschnappt zu werden, sehr niedrig und im Darknet kann jeder mit genug krimineller Energie die Werkzeuge für Cyberattacken kaufen," so Georg Beham, Leiter des Bereichs Cybersecurity bei PwC Österreich.

Täter mit technologischem Vorsprung
Doch Komplexität und das Innovationstempo neuer digitaler Geschäftsmodelle überholen bestehende Sicherheitskonzepte. Die Täter haben oft einen Vorsprung, "da das Thema Sicherheit selten von Anfang an in die Digitalisierungsstrategie miteinbezogen wird", bemängelt Beham. Zu oft werde der Fokus nur auf die Aufarbeitung nach einem Schadensfalls gelegt.


Man kann nicht jeden "Ladendiebstahl" verhindern, aber man kann dafür sorgen, dass nicht die Kronjuwelen geraubt werden


„Doch kein Unternehmen kann mit vertretbarem Aufwand alle digitalen Prozesse und Daten 100-prozentig gegen alle denkbaren Angriffe schützen", schränkt Oliver Ribarits, Sicherheitsverantwortlicher beim IT-Dienstleister Ebcont ein. Aber jedes Unternehmen könne seine existenziellen Kernbereiche schützen. Bildlich gesprochen: Man kann nicht jeden Ladendiebstahl verhindern, aber man kann dafür sorgen, dass nicht die Kronjuwelen geraubt werden. Aber dafür muss man sich darüber im Klaren sein, was diese Kronjuwelen sind und diese eben in einem besonders dicken Tresor verwahren.“

Die IT-Experten raten dazu, schon einmal mit sehr einfachen Maßnahmen, die IT-Sicherheit von Unternehmen zu erhöhen.

Die IT-Experten haben dazu sieben Geboten der Cybersicherheit erarbeitet:
1. Keine oder nur sicherheitstechnisch überprüfte USB-Sticks verwenden
2. Firmen-Mailadressen nicht für private Zwecke verwenden
3. Passwörter gut managen (Länge der Passwörter, regelmäßiger Wechsel, keine Universalpasswörter für alle Zwecke zulassen, idealerweise Verwendung von „Passwortsafes“)
4. Sensibilisierung und Schulung aller Mitarbeiter (insbesondere gegen Phishing-Mails )
5. Webcam-Abdeckungen und bei extern verwendeten Geräten Sichtschutzfolien verwenden
6. Apps nur aus geprüften App-Stores beziehen
7. Ausschließlich HTTPS-Verbindungen (gesichert und verschlüsselt) nutzen

„Das ausgeklügeltste Sicherheitssystem hilft jedoch nichts, wenn beispielsweise unbedarfte Mitarbeiter ihr Passwort an den Bildschirm kleben. Nachhaltige Sicherheit für Unternehmen ist in Zeiten der Digitalisierung nur dann erreichbar, wenn alle Mitarbeiter verantwortungsvoll handeln“, betont Rintersbacher die Bedeutung dieser vermeintlich einfachen Regeln.

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