Telefonieren ...und dann hat’s Klick gemacht

Telefonieren ...und dann hat’s Klick gemacht

Telefone sind in der Business-Kommuniukation immer noch Fixelemente. Ohne Internetanbindung geht aber auch dabei praktisch nichts mehr.

Klassische Telefonanlagen sterben langsam aus. Telefoniert wird weiterhin, allerdings in der Cloud.

Bei der Jugend ist Telefonieren schon ziemlich out. Da wird lieber getextet als gesprochen. Im Geschäft bleibt das Telefon aber weiter unverzichtbar, verändert aber sein Gesicht. Heute müssen keine Techniker-Geschwader mehr anrücken, Telefonanlagen gibt es aus der Cloud, die Daten (Voice over IP) gehen über die Internetleitung. Voraussetzung für die Nutzung ist eine stabile Breitbandanbindung im Up- und Download, den Rest können sich Kleinfirmen ohne größeren Konfigurationsbedarf mittlerweile selbst zusammenstellen.

Bei der Wiener Online-Agentur traffic3 war Geschäftsführer Alexander Beck nach einem Anbieter-Screening auf Cloudya von der deutschen NFON AG gestoßen. „Einfache Installation, fairer Preis und flexible Vertragsgestaltung wurden versprochen,“ sagt Beck und bislang auch gehalten. „Wir haben uns die Anlage tatsächlich selbst installiert, besser gesagt zusammengeklickt.“ Sprachqualität und Performance passen. „Dass die Nebenstellen flexibel angemeldet oder auch im Monatstakt Funktionen ab- und angemeldet werden können, ist für unser zyklisches Geschäft ideal, da für Projekte immer wieder einmal neue Mitarbeiter dazustoßen.“

Telefon-as-a-Service

Telefonie als IT-Dienstleistung, die nach Bedarf eingekauft wird, gibt es seit Jahren. Angetrieben wird dieses Geschäft jetzt aber stark von geänderten Arbeitsabläufen, forciert auch vom Technologiewechsel (weg von ISDN), der in Europa allerdings in unterschiedlichem Tempo vollzogen wird. In Deutschland soll IDSN 2020 abgedreht werden, in Österreich wird es wohl ein langsames Auslaufen sein, das sich sicher noch über ein paar Jahre ziehen wird, so Branchenkenner.

Dieser Umstieg treibt auch das Geschäft der börsenotierten NFON AG (DE000A0N4N52), die in 15 Ländern in der EU über 30.000 Unternehmen mit Cloud-Anlagen versorgt. Auch das Österreich-Geschäft entwickelte sich zuletzt stark. „Wir sind in Österreich nicht nur bei den Anschlüssen, sondern auch bei den Umsätzen gewachsen. Wir haben in Innsbruck und St. Pölten neue Mitarbeiter eingestellt. Der Markt hat sich heuer toll entwickelt“, sagt Gernot Hofstetter, der für NFON das Geschäft in Österreich und der CEE-Region führt.

Gernot Hofstetter, Geschäftsführer NFON Österreich und CEE

Gernot Hofstetter, Geschäftsführer NFON Österreich und CEE

Gemeinden und Magistrate interessieren sich ebenso für die Cloud-Anlagen wie Mittelständler und Gründer, die sich bei einem Start-up-Paket derzeit sogar die Aktivierungskosten sparen (gilt bis 31.12.2019). Gern eingesetzt wird die Anlage in der Hotellerie, weniger weil die Gäste das Zimmertelefon so häufig nutzen, sondern weil sich damit Abläufe und Kommunikation im Hintergrund effizienter gestalten lassen. „Die Reinigungskraft drückt eine Tastenkombination am Telefon und gibt der Rezeption damit bekannt, dass das Zimmer bereit für den nächsten Gast ist“, so Hofstetter.

Praktische Zusatzfunktionen für die Teamarbeit zu programmieren ist Job der NFON-Entwicklungsabteilung. Seit November ist etwa „Nvoice“ für Microsoft Teams verfügbar und „NCTI Pro“. Die Module können pro Nutzer zugebucht werden. Hofstetter: „Unternehmen können sich die Anlage so herrichten, dass sie Geschäfts- und Serviceprozesse gut unterstützt.“

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