Management überschätzt sich bei Digitalisierung oft selbst

Die Hamburger Managementberatung doubleYUU und neuwaerts präsentieren den Transformationswerk Report 2016: Die erste branchen- und bereichsübergreifende Studie zur digitalen Transformation. Fazit: Das Management überschätzt vielfach die eigene Kompetenz.

Management überschätzt sich bei Digitalisierung oft selbst

Digitale Kompetenz: In den Führungsebenen sitzen keine Supermänner.

Die Digitale Transformation in Unternehmen ist das Fachgebiet von Willms Buhse, Gründer des Hamburger Beratungsunternehmens doubleYUU, und Ingo Stoll, dem Geschäftsführer von "neuwaerts".

Im nun veröffentlichten Transformationswerk Report #TWR16 sind Buhse und Stoll der digitalen Transformation in Unternehmen auf den Grund gegangen. Die Ergebnisse der mit über 1.000 teilnehmenden Vertretern aus Konzernen und Mittelstand umfassenden Studie geben detaillierte Einblicke in den Status Quo der Transformation in deutschen Unternehmen – und das eben nicht nur aus Sicht der Führungsebene, sondern auch aus der Perspektive der IT-, Marketing und Personalabteilungen.

Problem Sebsteinschätzung

Obwohl sich 90 Prozent der Befragten aus allen Unternehmensbereichen sich darin einig sind, dass es bei der digitalen Transformation um die Zukunftssicherung des Unternehmens geht, schätzen Management und Mitarbeiter dieses Thema sehr unterschiedlich ein. Während die Personen aus den Unternehmensführungen ihre eigene digitale Kompetenz als hoch bis sehr hoch bewerten (44 Prozent), vertreten Mitarbeiter eine andere Perspektive: Nur 15 Prozent aller Befragten aus IT-, Marketing-, und Personalabteilung schätzen ihre Chefs als digital kompetent ein.

Auch bezüglich der Digitalisierung von Arbeitsprozessen (30 Prozent vs. 20 Prozent) und der Beteiligung der Mitarbeiter an relevanten Entscheidungen (53 Prozent vs. 18 Prozent) sieht die Führungsebene sich weit positiver, als ihre Mitarbeiter. Nur 19 Prozent der befragten Mitarbeiter bescheinigen ihrer Führung gute oder sehr gute Werte in der internen Kommunikation.

Angesichts der Ergebnisse scheint es kaum verwunderlich, dass viele Mitarbeiter gar nicht wissen, ob es in ihrem Unternehmen überhaupt eine digitale Strategie gibt. Während das Management über eine gute Vernetzung zu den einzelnen Bereichen verfügt, bleibt die Querschnittsvernetzung der Fachabteilungen untereinander mangelhaft. Die Selbst- und Fremdwahrnehmung des Managements unterscheiden sich gravierend und die Ergebnisse zeigen, so Buhse, erschreckend deutlich, wie weit die Unternehmen von einer vernetzten, offenen, partizipativen und agilen Unternehmenskultur noch entfernt sind.

Transformationswerk Report #TWR16 Ergebnis

Selbst- und Fremdeinschätzung der digitalen Kompetenz

Die Studie enthüllt außerdem massive unternehmerische Defizite bei Strategie, Produkten, Vernetzung, interner Kommunikation und digitaler Kompetenz. So verfügt z.B. nur knapp jedes zweite Unternehmen (49 Prozent) überhaupt über eine übergeordnete Strategie. Digitale Produkte und Services im Kerngeschäft fehlen bislang bei 42 Prozent der Unternehmen vollständig. Eine effektivere, bereichsübergreifende Zusammenarbeit in der digitalen Transformation scheitert heute noch an Abteilungs- und Silodenken sowie mangelhafter interner Kommunikation. Die Studienergebnisse zeigen ganz klar, dass sich alle Abteilungen der essenziellen Bedeutung interner digitaler Kompetenz für den Erhalt der Zukunftsfähigkeit bewusst sind. Um die notwendige Qualifikationsbedarfe zu decken, fehlt es nicht an Investitionen, sondern schlicht an Wissen (55 Prozent) und Zeit (47 Prozent).

Schlüsse aus den Studienergebnissen

Für den Studienautor Buhse ist ein Schluss klar: Das Management muss sich digital weiterentwickeln, um eine zukunftsweisende Unternehmenskultur vorleben zu können. Er selbst erlebe in seiner Beraterpraxis häufig unterschiedliche Wahrnehmungen zwischen Management und Mitarbeitern. "Selbstüberschätzung auf Seiten des Managements ist sehr gefährlich, denn in einem digitalen Transformationsprozess ist eine ehrliche und realistische Einschätzung der eigenen digitalen Kompetenzen unerlässlich. Digitalisierung erfordert einen immensen Kulturwandel, Offenheit für Neues und kritische Selbstreflektion", merkt Buhse an.

Die in der Studie aufgezeigten Defizite sind teilweise gravierend. Um global wettbewerbsfähig zu bleiben und den Anschluss nicht zu verlieren, müssen Unternehmen ihr Transformationstempo entscheidend beschleunigen. Veränderungsprozesse müssten in allen Abteilungen hohe Priorität genießen. Das bedeute auch, dass Ressourcen und Zeit dafür reserviert werden müssen. Besonders erstaunlich ist für Buhse, dass die Personalbereiche in fast allen Bereichen schlecht abschneiden. "Wie soll der hohe Qualifizierungsbedarf und der anspruchsvolle Change-Prozess gemeistert werden, wenn HR selbst mit der Transformation überfordert ist", fragt er. "Natürlich müssen die entscheidenden Impulse durch das Management erfolgen. Nur wenn die Transformation auf allen Ebenen ansetzt, kann sie auch gelingen."

Ausführliche Ergebnisse der Studie finden Sie unter: http://www.transformationswerk.de/studie

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