IT-Sicherheit: Österreichs Unternehmen hinken hinterher

Eine weltweite Vergleichsstudie des Consultingunternehmens PWC zeigt, dass Österreichs bei der IT-Security deutlichen Aufholbedarf haben.

IT-Sicherheit: Österreichs Unternehmen hinken hinterher

Datensicherheit und IT-Sicherheit generell zählen zu den größten Herausforderungen der Digitalisierung. Nicht von ungefähr gehören Security-Spezialisten aktuell zu den meistgesuchten Personen am Arbeitsmarkt.

Im Hintergrund steht, dass weltweit ein Umdenken bei der Bewertung von Cybersicherheit eingesetzt hat: Zukunftsorientierte Unternehmen erkennen zusehends, dass Investitionen in IT-Sicherheit und Datenschutzlösungen zu Wachstumschancen und neuen Innovationsmöglichkeiten führen. Und vor allem auch, dass neue Wege, wie sie die Digitalisierung eröffnet, nur mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt werden können.

In Österreich ist dieses Bewusstsein allerdings noch vergleichsweise weniger stark ausgeprägt, wie eine neue, weltweit durchgeführte Vergleichsstudie des Beratungshauses PWC zeigt. An der für die „Global State of Information Security Survey 2017” durchgeführten Umfrage nahmen rund 10.000 Führungskräfte aus 133 Ländern teil, davon 53 aus Österreich.

Steigende Sicherheitsrisiken

Im vergangenen Jahr verzeichneten große österreichische Unternehmen durchschnittlich 7.500 Vorfälle in Bezug auf ihre IT-Sicherheit. Betroffen waren vor allem die Branchen Telekommunikation, Medien- und Kommunikation sowie Finanzdienstleistung. Phishing-Attacken, bei denen Benutzer mit gefälschten E-Mails und nachgeahmten Webseiten verleitet werden, vertrauliche Daten preiszugeben, waren die am häufigsten registrierten Angriffe im Jahr 2016. Weltweit wurden 38 Prozent aller Attacken mittels Phishing gestartet, in Österreich immerhin auch 24 Prozent.

Höhere Sicherheitsrisiken und mehr Angriffsfläche für Cyberattacken führten im vergangenen Jahr auch zu steigenden Ausgaben für IT-Sicherheit: 59 Prozent der weltweit Befragten gaben an, dass sie in Folge der Digitalisierung einen Anstieg dieser Kosten verzeichneten. In Österreich sind es hingegen nur 34 Prozent, bei einem Jahresbudget für IT-Sicherheitsmaßnahmen von durchschnittlich 4,6 Millionen Euro.

IT-Sicherheit bringt Wachstum

Neue Herausforderungen führen aber auch zu neuen Chancen: In zukunftsorientierten Unternehmen hat sich das Bewusstsein entwickelt, dass Investitionen in IT-Sicherheit und Datenschutzlösungen zu besseren Wachstumschancen und Innovationsmöglichkeiten führen. Im Rahmen dieser Prozesse schaffen Organisationen nicht nur Produkte, sondern liefern umfassende softwarebasierte Services, die als Treiber für eine Stärkung der Kundenbindung und des Wachstums gelten.

Christian Kurz, Senior Manager und Leiter des Bereichs Forensic Technology Solutions bei PwC Österreich: „Es ist ein klares Umdenken erkennbar, wie die Themen IT-Sicherheit und IT-Technologien in den Führungsebenen von Unternehmen wahrgenommen werden. Technologie wird nicht mehr länger als Bedrohung betrachtet. Die Unternehmen verstehen, dass IT-Sicherheit ein elementarer Bestandteil der geschäftlichen Rahmenbedingungen sein muss. Auch in Österreich setzt dieses Umdenken ein. Das ist enorm wichtig, denn Unternehmen müssen heutzutage von Anfang an Budgets für die Integration von IT-Sicherheit und Digitalisierung einplanen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“

Diese Tendenz lässt sich auch bei gezielten Investitionen in Sicherheitsstrategien für das „Internet of Things“ erkennen. 46 Prozent der Unternehmen weltweit investieren in neue Strategien, in Österreich sind es 20 Prozent. Auch in Bezug auf Mitarbeiterschulungen hinkt das Bewusstsein heimischer Betriebe etwas hinterher, nur 33 Prozent führen derzeit aktiv Schulungen für ihre Angestellten durch (global 56 Prozent).

Zunehmendes Vertrauen in die Cloud

Wie die Studie zudem zeigt, ist bei heimischen Organisationen auch der Trend zu Cloud-Lösungen für sensible Unternehmensfunktionen weniger ausgeprägt als im weltweiten Vergleich. Nur 33 Prozent der österreichischen Umfrageteilnehmer (63 Prozent global) gaben an, dass ihre IT-Dienste in der Cloud ausgeführt werden. Weitere 20 Prozent vertrauen ihre Unternehmensbereiche für Finanzen externen Cloud-Anbietern an (global 33 Prozent).

„Eine Fusion aus fortschrittlichen Technologien und Cloud-Architekturen versetzt Organisationen in die Lage, Bedrohungen schnell bestimmen und darauf reagieren zu können, ein besseres Verständnis für Kunden und das Unternehmensökosystem zu bekommen und dadurch schließlich Kosteneinsparungen zu erzielen“, ergänzt Christian Kurz. „Cloud-Modelle erfreuen sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit und dieser Trend wird sich wahrscheinlich weiter fortsetzen, da die Vorteile für alle sichtbar auf der Hand liegen.“

Open-Source-Software auf dem Vormarsch

Um die Ressourcen für die IT-Sicherheit auszubauen und gleichzeitig zu signalisieren, dass dieser ein hoher Stellenwert beigemessen wird, richten Unternehmen ihren Blick zunehmend auf Open-Source-Software. Jedoch ungeachtet der Tatsache, dass sie weder über die erforderlichen internen Ressourcen verfügen noch insgesamt geeignete Fachkräfte vorhanden sind, um vakante Stellen in diesem Bereich zu besetzen. Mittlerweile setzt mehr als die Hälfte der Befragten (46 Prozent in Österreich, 53 Prozent global) Open-Source-Software ein.

Stefan Bergsmann, Geschäftsführer von Horváth & Partners Österreich

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