Starinvestor Icahn bei Apple komplett ausgestiegen

Starinvestor Icahn bei Apple komplett ausgestiegen

Genug von Apple: Carl Icahn sieht bei Apple zu wenig Biss

Apple hat für den für den US-Investor Carl Icahn an Charme verloren und wirft mit Sicht auf die Zukunft offenbar zu wenig Geld ab. Vor allem die Absatzrisiken in China haben Icahn bestärkt den Exit zu suchen.

New York/Cupertino (Kalifornien). Starinvestor Carl Icahn hat sich bei Apple zurückgezogen. Es gebe zu viel Risiko für den Konzern in China, sagte Icahn dem TV-Sender CNBC. Die Investitionen bei dem Technologiekonzern hätten ihm einen Gewinn von rund zwei Milliarden Dollar (1,77 Mrd. Euro) eingebracht. Mit Ende des vergangenen Jahres hatte Icahn 45,8 Millionen Anteilsscheine von Apple.

In der Vergangenheit hatte Icahn sein Engagement bei dem iPhone-Produzenten oft als etwas, das keiner Überlegung bedürfe. Berichte über Investments von Icahn treiben regelmäßig die Kurse in die Höhe, weil der Investor den Ruf hat, beinhart die Interessen von Aktionären zu vertreten. So drängte er bei Apple erfolgreich darauf, dass ein Teil der hohen Cash-Bestände in Form von Dividenden und Aktien-Rückkäufen den Anteilseignern zugute kommt.

Der Erfolg von Apple scheint jetzt offenbar nicht mehr garantiert. Der Konzern verdiente im abgelaufenen Quartal zwar mit 10,6 Milliarden Dollar immer noch prächtig, doch zugleich erlitt er den ersten Umsatzrückgang seit 13 Jahren.

In China, inzwischen der zweitwichtigste Markt für Apple nach den USA, brachen die Erlöse um mehr als ein Viertel ein. Hier bekommt der Konzern die Konjunkturabkühlung und die erstarkte Billigkonkurrenz einheimischer Anbieter wie Xiaomi, Lenovo und Huawei zu spüren.

Beim Kassenschlager iPhone ging der Absatz sogar erstmals seit der Markteinführung 2007 zurück. Die Aktie fiel daraufhin unter die Marke von 100 Dollar. Am Donnerstag erhöhte sich während des Interviews von Icahn der Druck und sie gab weitere rund zwei Prozent auf rund 95 Dollar nach.

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